Die goldene Karosse

Komödie | Italien/Frankreich 1952 | 94 Minuten

Regie: Jean Renoir

Der Vizekönig einer spanischen Kolonie verliebt sich in eine durchreisende Schauspielerin, die als Gunstbeweis von ihm seine luxuriöse Goldkarosse will. Ihr mitreisender Liebhaber wird eifersüchtig auf einen ebenfalls in die Frau verliebten Stierkämpfer, und innerhalb der gesamten Schauspieltruppe kommt es zu Aufregungen. Sie übergibt schließlich die ihr geschenkte Goldkarosse dem Bischof und beschwichtigt die Gemüter. Jean Renoir hat Prosper Mérimées Stück in das Milieu der italienischen "commedia dell'arte" verfremdet und spielt in dieser brillanten Inszenierung meisterhaft mit den Möglichkeiten der Filmrealität und des Theaters. Die Leichtigkeit des ständigen Szenenwechsels, das Theater im Theater, gebrochen durch eine durchtriebene filmische Sprache, machen den musikalisch gebauten Film mit seiner immer wieder neuen ironischen Gebrochenheit zu einer der großen Regieleistungen Jean Renoirs. Seine Farbdramaturgie kann durchaus als die Fortsetzung der Malerei seines Vaters Auguste angesehen werden. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LA CARROZZA D'ORO | LE CAROSSE D'OR
Produktionsland
Italien/Frankreich
Produktionsjahr
1952
Regie
Jean Renoir
Buch
Jean Renoir · Renzo Avanzo · Jack Kirkland · Giulio Macchi
Kamera
Claude Renoir · H. Ronald
Musik
Antonio Vivaldi
Schnitt
David Hawkins · Mario Serandrei
Darsteller
Anna Magnani (Camilla) · Duncan Lamont (Viceroy) · Paul Campbell (Felipe) · George Higgins (Martinez) · Odoardo Spadaro (Don Antonio)
Länge
94 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie | Historienfilm | Literaturverfilmung
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