Der müde Tod

Drama | Deutschland 1921 | 83 / 98 (restaurierte Fassung) / 108 (integrale ZDF-Fassung) Minuten

Regie: Fritz Lang

Eine junge Frau bittet den Tod um das Leben ihres verstorbenen Geliebten und erhält drei Chancen der Bewährung: In drei Episoden, die in verschiedenen Epochen und Kulturkreisen spielen (im Bagdad der Kalifen, im Venedig der Renaissance, im exotischen China) soll sie den Mann vor dem Tod retten, was jedoch misslingt. Als sich der Heldin die Gelegenheit bietet, ein anderes Leben für das ihres Geliebten zu opfern, entscheidet sie sich zur Selbstaufgabe und stirbt. Fritz Langs romantisch-fantastischer Stummfilmbilderbogen, konzipiert als "deutsches Volkslied in sechs Versen", bedeutete den künstlerischen Durchbruch des damals 30-jährigen Regisseurs. Der Film fasziniert durch virtuose Lichtregie, prägnanten Einsatz optischer Symbolik und die wohldurchdachte Einbeziehung von Bauten und Dekoration in die Inszenierung. Die aufwändig digital restaurierte Fassung (2016) fesselt zudem durch die farbliche Eintönung, für die man sich an den Viragierungskonventionen der Entstehungszeit orientierte. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1921
Regie
Fritz Lang
Buch
Fritz Lang · Thea von Harbou
Kamera
Erich Nitzschmann · Hermann Saalfrank · Fritz Arno Wagner
Musik
Giuseppe Becce · Karl-Ernst Sasse · Peter Schirmann · Wilfried Schröpfer · Cornelius Schwehr
Schnitt
Fritz Lang
Darsteller
Lil Dagover (Braut/Zobeide/Mona Fiametta/Tiao Tsien) · Walter Janssen (Bräutigam/Franke/Francesco/Liang) · Bernhard Goetzke (Tod/El Mot/Bogner) · Hans Sternberg (Bürgermeister) · Karl Platen (der Apotheker)
Länge
83
98 (restaurierte Fassung)
108 (integrale ZDF-Fassung) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Bei der Berlinale 2016 sorgte die Premiere der restaurierten Fassung von Fritz Langs Klassiker aus dem Jahr 1921, neu vertont von Filmkomponist Cornelius Schwehr. Die "Deluxe Edition" mit dieser Neubearbeitung umfasst neben einem informativen Booklet (20 Seiten) u.a. ein "Making Of" (10 Min.) zur aufwendigen Restaurierung. Außerdem gibt es ein Feature (17 Min.), das anhand einiger Sequenzen einen der zentralen "Mehrwerte" der Fassung erläutert, nämlich die Viragierung: Obwohl nur noch Schwarz-weiß-Kopien des Films erhalten sind, erstrahlt die neue Fassung in farblicher Eintönung, wobei sich die Restauratoren an den Viragierungs-Konventionen der Entstehungszeit orientierten.

Verleih DVD
Universum (FF, DD5.1)
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