Der Mann, den sein Gewissen trieb

Drama | USA 1931 | 77 Minuten

Regie: Ernst Lubitsch

Einer der ersten Tonfilme Lubitschs, der eine pazifistische Versöhnungsgeschichte mit einem gefühlvollen Melodram um Liebe und Schuld verwebt. Ein französischer Soldat tötet einen jungen Deutschen im Schützengraben und vollendet dessen letzten Brief an die Braut daheim. Getrieben von Schuldgefühlen, will er bei der Mutter des Toten Abbitte leisten. Weil er bei seinem Besuch nach dem Krieg aber nur die halbe Wahrheit enthüllt, wird er von den Eltern des Opfers an Sohnes Statt aufgenommen und verliebt sich in die Braut des Toten. Ein Tonfilm, aber noch ganz in den Stilformen des Stummfilms inszeniert: Die Bewegungen und Gesten sind langsam und intensiv, voller Zwischentöne und Nuancen. Der Film propagiert Versöhnung, Toleranz und Liebe als Heilmittel der tiefsten Wunden. Er enthält auch eine für Lubitsch besonders typische und berühmte Szene: Wenn der Franzose und das Mädchen durchs Dorf gehen, bleibt die Kamera bei ihnen, zeigt, wie sie sich ineinander verlieben. Die Tonspur verrät eine andere Geschichte, die der Gaffer und Neider, die neugierig ihre Türen öffnen, deren Glöckchen verräterisch klingeln. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BROKEN LULLABY | THE MAN I KILLED
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1931
Regie
Ernst Lubitsch
Buch
Samson Raphaelson · Ernest Vajda
Kamera
Victor Milner
Musik
W. Franke Harling
Darsteller
Lionel Barrymore (Dr. Hölderlin) · Nancy Carroll (Elsa) · Phillips Holmes (Paul Renard) · Louise Carter (Frau Hölderlin) · Lucien Littlefield (Schultz)
Länge
77 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Literaturverfilmung
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