Das Testament des Orpheus

- | Frankreich 1960 | 79 Minuten

Regie: Jean Cocteau

Ständig zwischen Pathos und Ironie wechselnd, präsentiert Cocteau in seinem letzten Werk Menschen und Motive seiner sehr persönlichen Kinowelt im bewußten Selbstzitat, um sich schließlich dem sybillinischen Gericht seiner Geschöpfe zu stellen. In seiner an Sprüngen und Widersprüchen reichen, optisch faszinierenden Abschiedsvorstellung erweist Cocteau den Mythen seine Reverenz; schon im Vorspann appelliert er programmatisch an die Intuition des Zuschauers: "Ein Film für Unschuldige, die nicht vom Laster des Begreifens um jeden Preis befallen sind". Ein faszinierender essayistischer Diskurs über dichterisches Schaffen und Erkennen, über Unterbewußtes und Traumhaftes. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LE TESTAMENT D'ORPHEE, OU NE ME DEMANDEZ PAS POURQOUI
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1960
Regie
Jean Cocteau
Buch
Jean Cocteau
Kamera
Roland Pontoizeau
Musik
Georges Auric
Darsteller
Jean Cocteau (Der Poet) · Edouard Dermithe (Cégeste) · Maria Casarès (Prinzessin) · François Périer (Heurtebise) · Yul Brynner (Gerichtsdiener)
Länge
79 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

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