Zazie (1960)

Komödie | Frankreich/Italien 1960 | 93 Minuten

Regie: Louis Malle

Die absurde Welt der Erwachsenen, gesehen mit den Augen eines frühreifen Kindes: Die kleine Zazie entdeckt 36 Stunden lang Paris; die Metropole zeigt sich als Großstadtdschungel voller Helden, Bösewichter und Clowns, voller lustiger und makabrer Ereignisse. Nach einem Roman von Queneau inszenierte Louis Malle eine groteske Kinokomödie, wobei er den Sprachwitz der Vorlage konsequent in Bilder zu übersetzen versuchte. Wie der Autor sich mit der scheinbaren Naivität der Kindersprache auseinandersetzt, so kehrt auch Malle in die Kindertage der Kinematographie zurück: zum Slapstick der Mack-Sennett-Filme und zu den Urtricks von Meliès. Zeitlupe, Zeitraffer, Wiederholung und Deformierung, Aufhebung von Raum und Zeit, Spiel mit farblichen Verfremdungen und bewußt falsches Synchronisieren sind zugleich intellektuelle Verballhornungen der Konvention, die den Film zu einem beispielhaften Werk der französischen "Nouvelle Vague" machen. - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
ZAZIE DANS LE METRO | ZAZIE NEL METRO
Produktionsland
Frankreich/Italien
Produktionsjahr
1960
Regie
Louis Malle
Buch
Louis Malle · Jean-Paul Rappeneau
Kamera
Henri Raichi
Musik
Fiorenzo Carpi
Schnitt
Kenout Peltier
Darsteller
Catherine Demongeot (Zazie) · Philippe Noiret (Onkel Gabriel) · Hubert Deschamps (Turandot) · Antoine Roblot (Charles) · Annie Fratellini (Mado)
Länge
93 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; nf
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.
Genre
Komödie | Literaturverfilmung

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