Jagd auf einen Unsichtbaren

Science-Fiction | USA 1991 | 99 Minuten

Regie: John Carpenter

Ein Börsenmakler wird durch einen Unfall in einem nuklearen Forschungslabor unsichtbar, verliert damit sein bisheriges Lebens-"Profil" und wird zum rücksichtslos gejagten Objekt eines skrupellosen Handlangers des CIA. Nur leidlich unterhaltsame Mischung aus Thriller, Komödie, Melodram und Liebesgeschichte, die vor allem von der Tricktechnik zehrt. Reizvoll in den Anspielungen auf die sozial-politische Gegenwart in den USA, die aber ebenso wenig konsequent entwickelt werden wie die Dramaturgie. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
THE MEMOIRS OF AN INVISIBLE MAN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1991
Regie
John Carpenter
Buch
Robert Collector · Dana Olsen · William Goldman
Kamera
William A. Fraker
Musik
Shirley Walker
Schnitt
Marion Rothman
Darsteller
Chevy Chase (Nick Halloway) · Daryl Hannah (Alice Monroe) · Sam Neill (David Jenkins) · Michael McKean (George Talbot) · Stephen Tobolowsky (Warren Singleton)
Länge
99 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Science-Fiction | Komödie | Melodram | Thriller | Literaturverfilmung

Diskussion
Vor fast 60 Jahren tauchte der "Unsichtbare" zum ersten Mal im Kino auf: James Whales "The Invisible Man" (1933) war eine reizvolle Mischung aus (damals) sensationellen Trickeffekten sowie melodramatischen und komischen Erzählfäden und wurde zu einem oft kopierten Klassiker des "sanften" Gruselfilms. John Carpenter zitiert den "Ur-Unsichtbaren" in Bildeinstellungen und Stimmungen, bezieht sich ansonsten jedoch nicht auf die literarische Vorlage von H.G. Wells, sondern auf eine zeitgenössische Variante, die den Topos der Unsichtbarkeit mit der politischen und sozialen Situation des gegenwärtigen Amerikas verknüpft. So ist es denn kein exponierter Wissenschaftler mehr, der in einem Selbstexperiment den Folgen der Unsichtbarkeit erliegt, sondern ein typischer Vertreter des besseren urbanen Mittelstandes: selbstbewußt, aalglatt und trotz seines Hangs zur Faulheit beruflich erfolgreich, schlägt sich der kalifornische Börsenmakler Nick Hallow

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