Sleepers

Drama | USA 1996 | 146 Minuten

Regie: Barry Levinson

Die angeblich auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte von vier Jungen, die während der 60er Jahre in einem New Yorker Einwandererviertel aufwachsen und unbeabsichtigt einen Menschen fast umbringen. In der Besserungsanstalt selbst Opfer sexueller Gewalt, rächen sie sich später an ihrem Peiniger und an der Gesellschaft, die solches zuläßt. Der unausgewogene Film verrennt sich nach einer anfänglich stimmigen Milieubeschreibung in eine schwerhändige Elegie auf die verlorene Unschuld und verspielt bei der absurd konstruierten Racheaktion im Gerichtssaal jede Glaubwürdigkeit. Auch stilistisch denkbar uneinheitlich.

Filmdaten

Originaltitel
SLEEPERS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1996
Regie
Barry Levinson
Buch
Barry Levinson
Kamera
Michael Ballhaus
Musik
John Williams
Schnitt
Stu Linder
Darsteller
Kevin Bacon (Nokes) · Robert De Niro (Pater Bobby) · Dustin Hoffman (Danny Snyder) · Jason Patric (Shakes) · Brad Pitt (Michael)
Länge
146 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f (DVD 16)
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Universal (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Mit "Sleepers" versucht Barry Levinson, zu seiner eigenen Jugend und zum Thema seines früheren Films "American Diner" (fd 28 509) zurückzukehren. Zwar vertauscht er Baltimore gegen New Yorks "Hell's Kitchen", aber die zwischen Realistik und Nostalgie schwankende Betrachtungsweise ist dieselbe. Mit einem wesentlichen Unterschied. Wo in "American Diner" Humor und Charme noch einen Platz hatten, macht sich in "Sleepers" bedeutungsschwangere Tiefsinnigkeit breit, für die der Prolog des Films gleich den Ton angibt: "This is a fine story about friendship that runs deeper than blood."

Mit der "wahren Geschichte" ist das so eine Sache. Schon der zugrundeliegende Roman von Lorenzo Carcaterra hatte seine Schwierigkeiten damit. New Yorker Staatsanwählte und Journalisten sprachen ihm jeden Wahrheitsgehalt ab, allerdings mit dem Ergebnis, daß die emphatisch geführte Diskussion das Buch binnen weniger Wochen zum Bestseller machte. Für den Film tut es kaum etwas zur Sache, ob Carcaterra die Wahrheit berichtet oder seine Story erfunden hat - nur glaubwürdig müßte sie sein, und das ist sie in Levinsons emotionaler Ver

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