Jackie Brown - Rum Punch

Krimi | USA 1997 | 154 Minuten

Regie: Quentin Tarantino

Eine in die Jahre gekommene, immer noch attraktive schwarze Stewardess gerät zwischen die Fronten, als sie für einen skrupellosen Waffenhändler Geld schmuggelt und dabei in die Hände der Polizei gerät. Mit Hilfe eines kleinen Anwalts, der sie gegen Kaution aus dem Gefängnis holt, versucht sie, die Parteien auszutricksen, um selbst ans große Geld zu kommen. Ein in betont ruhigem Tempo erzähltes Caper-Movie, das sich mit ebenso viel skurrilem Humor wie beharrlicher Aufmerksamkeit reizvoll auf die Figuren und ihre charakterlichen Besonderheiten einlässt, darüber freilich die zügigere Entwicklung der Handlung vernachlässigt. Der Film lebt vor allem von seinen zahlreichen pointierten Anspielungen auf Erscheinungen der populären (Musik-)Kultur.

Filmdaten

Originaltitel
JACKIE BROWN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1997
Regie
Quentin Tarantino
Buch
Quentin Tarantino
Kamera
Guillermo Navarro
Schnitt
Sally Menke
Darsteller
Pam Grier (Jackie Brown) · Samuel L. Jackson (Ordell Robbie) · Robert Forster (Max Cherry) · Bridget Fonda (Melanie) · Robert De Niro (Louis Gara)
Länge
154 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Krimi

Heimkino

Die Extras der DVD-Neuauflage enthalten u.a. ein Feature mit so im Film nicht verwendeten Szenen (15 Min.). Die umfangreiche BD-Special Edition enthält zudem ein ausführliches "Making of" (39 Min.), das Feature "Breaking Down Jackie Brown" (44 Min.) - einer kritischen Diskussionsrunde zwischen Experten und Fans -, sowie das Werkstattgespräch "Ein Blick auf Jackie Brown" (55 Min.) mit Quentin Tarantino.

Verleih DVD
BMG (FF, DD5.1 dt.) StudioCanal (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.) Arthaus/StudioCanal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Arthaus/StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Kaum ein Film wurde in den letzten Jahren mit solcher Spannung erwartet wie Quentin Tarantinos erste Regiearbeit seit "Pulp Fiction" (fd 31 041). Was würde Hollywoods Wunderknaben der 90er Jahre einfallen, um seinen Ruf als Orson Welles der Postmoderne, als cooler Revolutionär der Filmsprache zu untermauern? Würde er die von ihm selbst initiierten Trends bestätigen, womöglich übersteigern oder selbst ad absurdum führen? Hätte er überhaupt eine Chance, den Erwartungen von Zuschauern und Kritik gerecht zu werden? Saß der urplötzlich als Regisseur (!) zu Star-Ruhm gekommene einstige Video-Verkäufer nicht unwiderruflich in der Falle des eigenen frühen Erfolgs? Die Gefahr des tiefen Falls schien jedenfalls größer als die Wahrscheinlichkeit eines abermaligen großen Wurfs. Doch die Wahrheit, sprich: der fertige Film, liegt nun so ziemlich genau zwischen den Extremen. Schaut man auf seine bloße Handlung, dann möchte man denken: nichts Neues im Universum des Quentin Tarantino. Wieder entführt er sein Publikum in eine Welt aus Verbrechen und Verrat, lauernder Aggression und plötzlich ausbrechender Gewalt, all d

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