Hamam - Das türkische Bad

- | Italien/Türkei/Spanien 1996 | 98 Minuten

Regie: Ferzan Özpetek

Ein italienischer Innenarchitekt reist nach Istanbul, um das Haus seiner verstorbenen Tante zu verkaufen, in dem sich ein türkisches Bad befindet. Der Reiz der fremden Kultur aber verwirrt ihn und läßt ihn verweilen. Er beginnt, das Hamam zu renovieren und die Vorzüge der türkischen Kultur zu genießen. Regiedebüt, das aus der intimen Kenntnis beider Welten schöpft, dessen Versuch aber, aus Neorealismus und türkischem Melodram einen eigenen Stil zu gewinnen, scheitert. Obwohl zentrale Motive sich nur aus dem Off erschließen, gelingen dennoch aufschlußreiche Miniaturen über kulturelle Differenzen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
IL BAGNO TURCO | HAMAM
Produktionsland
Italien/Türkei/Spanien
Produktionsjahr
1996
Regie
Ferzan Özpetek
Buch
Stefano Tummolini · Ferzan Özpetek
Kamera
Pasquale Mari
Musik
Pivio · Aldo de Scalzi
Schnitt
Mauro Bonanni
Darsteller
Alessandro Gassman (Francesco) · Francesca d'Aloja (Marta) · Carlo Cecchi (Oscar) · Mehmet Günsür (Mehmet) · Basak Köklükaya (Fusan)
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Diskussion
In Westeuropa ist die Kultur öffentlicher Bäder nach einer kurzen Blüte im Spätmittelalter erloschen. Erst im Zuge der Wiederentdeckung des Körpers und mit der momentanen Fitness-Bewegung haben Schwimmbecken und Dampfbad neuen Einzug gefunden. Am Siegeszug der schlichten finnischen Sauna läßt sich allerdings der funktionale Charakter dieser Renaissance ablesen, der den Zug der Moderne zur Vereinzelung dokumentiert. Die aufwendige architektonische Gestaltung alter türkischer Hamams, die neben der Moschee oft das zweite repräsentative Gebäude einer Stadt waren, deutet auf einen wesentlich kommunikativeren Zusammenhang hin. Obwohl die psycho-hygienischen Resultate nie geringgeschätzt wurden, stand der soziale Charakter des Hamam im

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