Wild Things

Krimi | USA 1998 | 107 Minuten

Regie: John McNaughton

Ein Lehrer, der sich in einer Küstenstadt in Florida Ansehen und Anerkennung verschafft hat, wird von zwei Schülerinnen der Vergewaltigung bezichtigt. Vor Gericht erweisen sich die Anschuldigungen als bösartige Intrige, deren Hintergründe die schönen Fassaden der Reichen und Schönen als trügerische Illusionen entlarven. Intelligente Genrevariation, die eine raffinierte Dramaturgie der Überraschungen entfaltet, um die Erwartungen und Sehgewohnheiten der Zuschauer auszuhebeln. Dabei erschöpft sich dieser Dekonstruktivismus freilich in momentaner Verblüffung, der weder ein emotionales noch ein intellektuelles Nachleben folgt.

Filmdaten

Originaltitel
WILD THINGS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
John McNaughton
Buch
Stephen Peters
Kamera
Jeffrey L. Kimball
Musik
George S. Clinton
Schnitt
Elena Maganini
Darsteller
Kevin Bacon (Ray Duquette) · Matt Dillon (Sam Lombardo) · Neve Campbell (Kelly van Ryan) · Theresa Russell (Sandra van Ryan) · Denise Richards (Suzie Toller)
Länge
107 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Krimi

Heimkino

Die Extras des USA-Imports umfassen im Gegensatz zur deutschen DVD u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs.

Verleih DVD
VCL (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.), USA Import: Columbia Tristar (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl.)
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Diskussion
In Nanni Morettis Film „Liebes Tagebuch“ (fd 30 867) schreckt ein Filmkritiker schweißgebadet aus dem Schlaf hoch. Was für ein Alptraum: Wie er denn einen so menschenverachtenden Film wie John McNaughtons „Henry. Portrait of a Serial Killer“ (fd 30 092) habe loben können, möchte Moretti als nächtlicher Besucher von ihm wissen. Stammelnd gesteht der populistische Kollege seine Schuld, daß er mit seinem Urteil lediglich originell hatte sein wollen. Dabei bräuchte man Morettis Besuche gar nicht zu fürchten, wenn man „Henry“ gelobt hat, diese Studie über die Abwesenheit von Gefühl am Beispiel eines Mörders, die konsequenterweise auch zu einem Verzicht auf jede emotional Zuschauerbeteiligung führt. „Henry“ war gleichwohl ein Film für die Videotheken, doch in den Regalen des Horror- oder Thrillergenres wirkte er wie ein Kuckucksei. Das ist jetzt wieder so, wenn auch auf ganz andere Weise: McNaughtons neuer Film. „Wild Things“ tut auf den ersten Blick alles, um wie ein Trash-Film auszusehen: Das Milieu der Schönen und Reichen von Miami ist eine Tour de Force des schlechten Geschmacks und verlebter Schönheit. Matt Dillon spielt einen Le

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