Drama | USA 1998 | 98 Minuten

Regie: James Merendino

Die autobiografisch gefärbte Geschichte einer Jugendfreundschaft in Salt Lake City im Jahr 1985, erzählt aus der Sicht eines Oberschülers, der sich gemeinsam mit seinem besten Freund radikal den Herausforderungen seiner Heimatstadt entgegenstellt und sich zum Punk bekennt. Eine visuell einfallsreiche, bisweilen von philosophischer Reflexion geprägte Studie über Identifikationssuche und die spätere Revision pubertär geprägter Ideale, wobei die Gebärde des Punk als Metapher universeller Verweigerung gegenüber gesellschaftlicher Fremdbestimmung dient. Über die Beschwörung einer solchen Geste hinaus beschreibt der Film nachvollziehbar den schweren Weg der Erkenntnis darin, nicht ewig im Stadium der totalen Verweigerung verharren zu können. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
SLC PUNK!
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
James Merendino
Buch
James Merendino
Kamera
Greg Littlewood
Musik
The Ramones · Dead Kennedys · Ludwig van Beethoven · Wolfgang Amadeus Mozart
Schnitt
Esther P. Russell
Darsteller
Matthew Lillard (Stevo) · Michael Goorjian (Bob) · Til Schweiger (Mark) · Annabeth Gish (Trish) · Jennifer Lien (Sandy)
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion
Salt Lake City ist zwar Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaates Utah, zählt aber nur knapp 200.000 Einwohner – eher eine Kleinstadt also, etwa in der Größenordnung von Kassel. Hinzu kommt der prägende Einfluß der Mormonen, die ihrer Metropole eine ganze Reihe bigotter Verhaltensmaßregeln abverlangen. Alkoholkonsum und -erwerb sind beispielsweise streng reglementiert, was wie in Finnland oder Schweden zu hohen Preisen und einer regen Schattenwirtschaft führt. In einer derart geprägten Kleinstadt aufzuwachsen, kann der Persönlichkeitsentwicklung durchaus förderlich sein; jedenfalls wird man frühzeitig vor die Entscheidung gestellt, sich den übermächtigen Konventionen anzupassen – oder aber gegen sie aufz

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