Aprilkinder

Drama | Deutschland 1998 | 88 Minuten

Regie: Yüksel Yavuz

Eine türkische Familie in Hamburg leidet unter den sich immer deutlicher zeigenden Rissen eines Daseins zwischen zwei Kulturen: Während die Eltern die Traditionen ihrer alten Heimat aufrechterhalten, schlagen die drei Kinder unterschiedliche Wege ein, die sie jedoch bald die Grenzen eines selbstbestimmten Lebens erkennen lassen. Die in lakonisch-knappe Spielszenen aufgelöste Beschreibung von Orientierungs- und Heimatlosigkeit verliert sich gelegentlich in einem Zuviel an Handlungsfäden, überzeugt aber dennoch durch die behutsame Einlassung auf die vielfältigen Konflikte von Einwanderern zwischen den Generationen und Kulturen. (Teils O.m.d.U.) - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1998
Regie
Yüksel Yavuz
Buch
Yüksel Yavuz · Britta Ohm · Henner Winckler
Kamera
Ciro Cappellari
Schnitt
Arpad Bondy
Darsteller
Erdal Yildiz (Cem) · Inga Busch (Kim) · Bülent Esrüngün (Mehmet) · Senem Tepe (Dilan) · Serif Sezer (Mutter)
Länge
88 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Diskussion
Der Alltag einer türkischen Familie in Hamburg ist geprägt von unterschwelligen Konflikten zwischen verschiedenen Kulturen und Traditionen, aber auch durch die Kluft sich deutlich auseinander lebender Generationen. Vater und Mutter, vor Jahren aus einem kurdischen Dorf in der Türkei eingewandert, halten in aller Strenge die Gebräuche ihrer Heimat aufrecht; dabei wurde die Mutter zur dominanten Figur, die die Familie zusammenhält und organisiert, während sich der Vater, nahezu sprachlos geworden, in eine Art innere Emigration zurückgezogen hat und angesichts von Arbeitslosigkeit, Krankheit und den vielen Anforderungen resigniert. Cem, der ältere von zwei Söhnen, arbeitet in einer Fleischfabrik und respektiert die Eltern und ihre Lebensweise: ein leiser, introvertierter Mann, loyal und sanft. Mehmet hingegen schmückt sich in Kleidung und Gestus demonstrativ mit den „Insignien“ einer sich machohaft gebärdenden Unabhängigkeit, die ih

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren