Ein einfacher Plan

Krimi | USA 1998 | 121 Minuten

Regie: Sam Raimi

Ein abgestürztes Sportflugzeug und vier Mio. Dollar werden für drei Kumpels aus einem verschneiten Provinzfleck in den Südstaaten zum alles verändernden Ereignis. Der sozial und intellektuell seinen Mitstreitern Überlegene erliegt der materiellen Verlockung, verwickelt sich immer tiefer in Widersprüche und geht schließlich über Leichen. Parabel um Schuld und Sühne, Versuchung und Integrität, getragen von der differenzierten Zeichnung der Hauptfiguren und ihrer darstellerischen Verkörperung. Vordergründig frei von religiöser Metaphorik und Symbolik, zeichnet er psychologisch ambitioniert und phänomenologisch exakt nach, wie es ist, wenn man einer Versuchung erliegt und sich in Schuld verstrickt, die neue Schuld, Mord und Totschlag gebiert. - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
A SIMPLE PLAN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Sam Raimi
Buch
Scott B. Smith
Kamera
Alar Kivilo
Musik
Danny Elfman
Schnitt
Arthur Coburn · Eric Beason
Darsteller
Bill Paxton (Hank) · Billy Bob Thornton (Jacob) · Bridget Fonda (Sarah) · Brent Briscoe (Lou) · Jack Walsh (Tom Butler)
Länge
121 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.
Genre
Krimi | Drama

Heimkino

Verleih DVD
Concorde (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Bereits als 23jähriger hatte sich Sam Raimi in die Filmgeschichte eingeschrieben, wenn auch in das marginale Kapitel des Horror-Genres. Sein 1982 gedrehtes Teenage-Slasher-Movie „The Evil Dead“ („Tanz der Teufel“, fd 24 413) um eine Gruppe Jugendlicher, die in ein abgelegenes Haus reist, dort ein mysteriöses Buch findet (das legendäre „Nekronomikon“) und nach und nach von den entfesselten Geistern dezimiert wird, hat maßgeblichen Einfluß auf eine ganze Welle von Nachfolgeprojekten ausgeübt. (In Deutschland lieferte sich übrigens der Verleiher mit der Staatsanwaltschaft einen bis 1993 währenden, im nachhinein lächerlich erscheinenden Rechtskampf um die Freigabe des Films.) Tatsächlich haftet dem Werk noch heute eine etwas rüpelhafte, aber durchaus authentische Originalität an, wie sie so manchem Low-Budget-Debüt eigen ist. Von den Urhebern derartiger Filme hört man meistens nie wieder etwas, und was Sam Raimi in den vergangenen 15 Jahren vorgelegt hat, ist ebenfalls kaum der Erwähnung wert (u.a. „Tanz der Teufel II“, fd 26 646, ein Remake seines eigenen Erstlings, sowie „Darkman“ mit Liam Neeson, fd 28 633). Um so überraschender nun, daß es sich bei „Ein ei

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