Lola und Bilidikid

Drama | Deutschland 1998 | 95 Minuten

Regie: Kutlug Ataman

Ein in Berlin lebender junger Türke entdeckt seine homosexuelle Veranlagung und findet in der Subkultur der Stadt gleichgesinnte Landsleute sowie einen Freundeskreis. Doch der Traum von Glück wird jäh zerstört, als die neuen Freunde ermordet werden. Ein teilweise larmoyanter Film, der der homosexuellen Subkultur Berlins ein Denkmal setzen möchte, dabei aber Vorurteile eher bestärkt als sie abzubauen. Zudem mangelt es ihm an einem dramaturgisch stimmigen Aufbau, an überzeugenden Darstellern und künstlerischer Reife.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1998
Regie
Kutlug Ataman
Buch
Kutlug Ataman
Kamera
Chris Squires
Musik
Arpad Bondy
Schnitt
Ewa J. Lind
Darsteller
Baki Davrak (Murat) · Gandi Mukli (Lola) · Erdal Yildiz (Bili) · Murat Yilmaz (Iskender) · Michael Gerber (Friedrich)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Drama

Diskussion
Wenn seine Bekannten ihn in den Abendstunden am Tiergarten auflesen, behauptet der 17jährige Murat steif und fest, auf dem Weg zur Bibliothek zu sein. Niemals würde er eingestehen, daß der dortige Homosexuellen- und Stricher-Treff einen faszinierenden Sog auf ihn ausübt. Zu Hause dürfen sie schon gar nichts von seiner homosexuellen Veranlagung erfahren, haben seine Mutter und sein älterer Bruder Osman, mit denen er zusammenlebt, doch Angst um ihren guten Ruf. Deshalb hat die Familie auch seinen anderen älteren Bruder Lola, der der Star eines türkischen Travestie-Trios ist, vor Jahren verstoßen. Als Murat Lola wiederfindet, taucht er immer tiefer in die schwule Subkultur Berlins ein. Er lernt Lolas Geliebten Bili kennen, der genau wie er Probleme mit dem „outen“ hat und sich mit dem Image eines Lederjacken-Machos umgibt. Auch der Stricher Iskender, der sich von dem adlig

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