Bill Diamond - Geschichte eines Augenblicks

- | Frankreich/Schweiz/Deutschland 1998 | 91 Minuten

Regie: Wolfgang Panzer

Ein alter Fotograf, der in schlaflosen Nächten Geschichten über die Menschen auf seinen Bildern erfindet, malt sich die Begegnung eines desillusionierten Zynikers mit einem jungen Model aus, das er porträtieren soll. Die Jagd nach der Wahrheit des Abbilds gerät zum emotionalen Machtspiel, bei dem sich allmählich die Rollen zwischen Beobachter und Beobachteter verkehren. Ein unausgegorener Versuch, der inhaltlich wie formal keine schlüssige Fokussierung findet und gelegentlich nahe am Altherren-Voyeurismus vorbeischrammt. - Ab 16 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
LE PHOTOGRAPHE RUSÉ
Produktionsland
Frankreich/Schweiz/Deutschland
Produktionsjahr
1998
Regie
Wolfgang Panzer
Buch
Wolfgang Panzer
Kamera
Edwin Horak · Christian Coigny
Musik
Filippo Trecca
Schnitt
Claudio di Mauro
Darsteller
Marek Kondrat (Mark) · Kati Tastet (Jessi) · Ettore Cella (Bill Diamond) · Martin Huber (Luc) · Tonia Maria Zindel (Marie)
Länge
91 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16 möglich.
Diskussion
Hoch über New York hat ein alter Fotograf sein letztes Domizil gefunden. Nachts, wenn er keinen Schlaf findet, wühlt er in seinen Arbeiten nach Bildern und Geschichten, die ihn durch die Dunkelheit tragen. Auch Wolfgang Panzer scheint nach dem großen Erfolg von „Broken Silence“ (fd 32 014) auf der Suche nach einem überzeugenden Stoff gewesen zu sein, den er in Beaumonts Märchen „Die Schöne und das Biest“ zu entdecken glaubte. Anders als der Einbildungskraft Bill Diamonds aber, der die Ausgangskoordinaten seiner Fantasiegespinste je nach Laune oder Stand der Geschichte revidieren kann, steht ihm als Regisseur nur das Instrumentarium der Inszenierung zur Verfügung; am Schneidetisch lassen sich zwar noch Struktur und Rhythmus, nicht aber mehr die zu Bildkadern geronnenen Ideen

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