Romance (1998)

Drama | Frankreich 1998 | 99 Minuten

Regie: Catherine Breillat

Eine junge Lehrerin, die von ihrem Partner in sexueller Hinsicht ignoriert wird, versucht, dies in Begegnungen mit anderen Männern zu "kompensieren", gelangt aber dabei weder zu Glück noch zu äußerer Befriedigung. Erst am Ende erfolgt ein unreal wirkender Akt der Befreiung. Der in sexueller Hinsicht ausgesprochen explizite, "unverschämte" Film stellt die Sinnsuche einer Frau kompromisslos und in aller Widersprüchlichkeit dar. Gleichzeitig büßt er durch Überstilisierungen und ein gewisses Maß an Thesenhaftigkeit vieles an Vitalität und Überzeugungskraft ein. (auch O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
ROMANCE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1998
Regie
Catherine Breillat
Buch
Catherine Breillat
Kamera
Giorgos Arvanitis
Musik
Raphael Tidas · DJ Valentin
Schnitt
Agnès Guillemot
Darsteller
Caroline Ducey (Marie) · Sagamore Stévenin (Paul) · François Berléand (Robert) · Rocco Siffredi (Paolo) · Reza Habouhossein
Länge
99 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; f
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 1.66:1, DD5.1 frz./dt.)
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Diskussion
Außerhalb ihrer Heimat stand die 1947 geborene Regisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin Catherine Breillat bisher deutlich im Schatten ihrer französischen Kolleginnen wie Diane Kurys, Claire Denis oder Laetitia Masson. Mit 17 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, der durch seine sexuell unverblümte Sprache auffiel. Vor „Romance“ realisierte sie neben Drehbüchern für „Fellinis Schiff der Träume“ (fd 24 791) oder „Der Bulle von Paris“ („Police“) von Maurice Pialat einige Kurzfilme und immerhin fünf Spielfilme - Filme, die sie als ebenso schonungslose wie sensible Beobachterin menschlicher Widersprüche im Spannungsfeld zwischen Partnerschaft, Liebe und Sexualität ausweisen. Schon auf dem Weg von „36 Fillette“ (1987) zu „Parfait Amour!“ (1996) war eine gewisse Radikalisierung und Zuspitzung in der Zeichnung der Konflikte sowie der filmischen Darstellung festzustellen; doch nach „Romance“ glaubt man kaum, es noch mit derselben Filmemacherin zu tun zu haben. Breillats Stärke, die widersprüchlichen Antriebskräfte menschlichen Verhaltens gerade in

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