Fantasia 2000

Stummfilm | USA 1999 | 75 Minuten

Regie: James Algar

Nahezu 60 Jahre nach Walt Disneys Versuch, mit "Fantasia" klassische Musik mit Mitteln des Zeichentrickfilms zu visualisieren, entstand diese moderne Neubelebung, die jede experimentelle Anstrengung zugunsten biederer und risikofeindlicher Konvention verschenkt. Lediglich in den klassisch animierten Episoden zu Gershwin und Elgar gelingen sehenswerte Resultate, während die Computer-Animationen der übrigen Filme eher altmodisch wirken. - Ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
FANTASIA 2000
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1999
Regie
James Algar · Gaëtan Brizzi · Paul Brizzi · Hendel Butoy · Francis Glebas
Kamera
Tim Suhrstedt
Musik
Paul Dukas · Edward Elgar · George Gershwin · Ottorino Respighi · Camille Saint-Saëns
Schnitt
Jessica Ambinder-Rojas · Lois Freeman-Fox · Julia Gray · Craig Paulsen · Gregory F. Plotts
Länge
75 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 10.
Genre
Stummfilm | Zeichentrick

Heimkino

Die deutsche Version enthält lediglich den Kurztrickfilm „Die Musikstunde“ („Toot, Whistle, Plunk and Boom“, 1953) und eine kurze Einleitung von Roy E. Disney. Die US-Ausgabe sowie die deutsche Blu-ray enthalten zudem u.a. einen Audiokommentar von Roy E. Disney, Dirigent James Levine und Produzent Don Ernst sowie einen Audiokommentar der Regisseure und Art-Directors zu den jeweiligen Episoden. In den USA erschien am 14.12.2000 die Drei-DVD-Box „The Fantasia Anthology“. Sie enthält neben den beiden „Fantasia“-DVDs eine Bonus-DVD mit umfangreichen Extras über verworfene Konzepte zu den einzelnen Episoden sowie die Entstehungsgeschichte beider Filme. Die Extras der deutschen Special Edition (DVD & BD) enthält den Kurzfilm "Destino" (7 Min.) sowie die ergänzende Dokumentation "Dali & Disney: Wie Destino entstand" (82 Min.). Die Special Edition ist mit dem Silberling 2010 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Buena Vista (1.85:1, DD5.1 engl./dt.), Special Edition: Walt Disney (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Walt Disney (16:9, 1.78:1, dts-HDMA7.1 engl., dts dt.)
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Diskussion
Wie hätte man wohl als Kritiker über die Originalfassung von „Fantasia“ (fd 2178) geschrieben? Seiner Zeit weit voraus, brauchte dieser wohl aufwendigste Experimentalfilm der Filmgeschichte den Abstand einer ganzen Generation, um in seiner wahren Größe anerkannt zu werden. Endlich, nach acht Jahren Produktionszeit, kommt nun das ehrgeizigste Projekt des wieder erstarkten Disney-Konzerns ins Kino. Angekündigt mit dem Versprechen, Disneys unerfüllte Vision eines „Concert Features“ mit permanenter Spielzeit und austauschbaren Episoden posthum umzusetzen, hätte es „Fantasia 2000“ wohl in jedem Fall schwer gehabt, den Erwartungen standzuhalten. Was aber nun zu sehen ist - mit Ausnahme von einigen Momenten, die Freude an der großen Vision und ein wenig Experimentierlust verraten - , ist eine Enttäuschung.

Dirigent James Levine reduzierte die Musikwerke zum Teil auf Minimalversionen: Beethovens „Fünfte“ ist auf wenige Minuten geschrumpft, kaum mehr als das berühmte „Da-da-da-da“ blieb übrig. Die pseudo-abstrakte Umsetzung in einem unaufgelösten Stilbruch zwischen Pastellzeichnungen und Com

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