Sleepy Hollow - Köpfe werden rollen

- | USA 1999 | 105 Minuten

Regie: Tim Burton

Stimmungsvolle Adaption der klassischen Grusel-Kurzgeschichte von Washington Irving, in der ein ortsfremder Aufklärer mit den schaurigen Taten eines kopflosen Reiters konfrontiert wird, der die Einwohner einer Kleinstadt köpft. Tim Burton verdichtet die makabre Fabel zu einem intensiven Stimmungsbild in finsteren Tönen. Ohne Stilbrüche entstand ein Märchen- und Ausstattungsfilm von außergewöhnlicher ästhetischer Homogenität, der freilich in seinem Ausdrucksspektrum entsprechend reduziert bleibt und somit das bislang am wenigsten eigenständige und bewegende Werk Burtons ist. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
SLEEPY HOLLOW
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1999
Regie
Tim Burton
Buch
Andrew Kevin Walker
Kamera
Emmanuel Lubezki
Musik
Danny Elfman
Schnitt
Chris Lebenzon
Darsteller
Johnny Depp (Ichabod Crane) · Christina Ricci (Katrina Van Tassel) · Miranda Richardson (Lady Van Tassel) · Michael Gambon (Baltus Van Tassel) · Casper van Dien (Brom Van Brunt)
Länge
105 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f (fr. 12; f)
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die umfangreiche, originell konzipierte Special Edition (2 DVDs) beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie eine Fülle von Kurzfeatures zu Teilaspekten des Films.

Verleih DVD
VCL (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., DTS6.1 dt.)
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Diskussion
Man sagt, dass sich Kurzgeschichten für Verfilmungen oft besser eignen als Romane, wofür Alfred Hitchcocks „Die Vögel“ (fd 11 963) ein schönes Beispiel ist: Man betrachtet die Vorlage als Stimmungsmuster, das es auszufüllen und mit einer eigenen dramaturgischen Infrastruktur auszustatten gilt. Dies besorgten für Tim Burton Andrew Kevin Walker, der Autor von „Sieben“ (fd 31 642), für den dramatischen und - ungenannt - Tom Stoppard für den komödiantischen Part, von dem allerdings nicht mehr allzu viel in den endgültigen Film übernommen wurde. Die herausragende Idee Walkers ist, die Figur des Ichabod Crane, jenem Fremdling in den finsteren Gefilden eines verwunschenen Ortes, der in Washington Irvings Geschichte „The Legend of Sleepy Hollow“ dem schaurigen Treiben eines kopflosen Reiters nachspürt, zusätzlich als New Yorker Polizisten zu charakterisieren - eine reizvolle Erklärung für die Mischung aus stilistischer Faktizität und jener Fantastik, die für die Sujets der großen amerikanischen Erzähler des 19. Jahrhunderts so typisch ist. Wie Ambrose Bierce oder E.A. Poe ist Irving ein Chronist des Unglaublichen, und genau jener unerschütterliche Glaube an die Rationalität ist es, den man in seinem Hel

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