Der talentierte Mr. Ripley

Krimi | USA 1999 | 139 Minuten

Regie: Anthony Minghella

Ein junger mittelloser Amerikaner wird von einem Millionär beauftragt, dessen müßiggängerischen Sohn aus Italien heim zu holen. Der verlockende Ausflug mündet jedoch rasch in einer Faszination durch Reichtum und Schönheit sowie in die Obsession, beides für immer besitzen zu wollen. Ein sehr frei nach dem gleichnamigen Roman von Patricia Highsmith entstandener psychologischer Kriminalfilm, dessen anfänglich lockere und fantasievolle Erzählweise zunehmend einer schwergewichtigen Psychologisierung weicht. Dieser hält die zugrunde liegende Kriminalhandlung auf Dauer kaum stand. Bestechend fotografiert, reizvoll im vielschichtigen Einsatz der Musik. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE TALENTED MR. RIPLEY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1999
Regie
Anthony Minghella
Buch
Anthony Minghella
Kamera
John Seale
Musik
Gabriel Yared
Schnitt
Walter Murch
Darsteller
Matt Damon (Tom Ripley) · Gwyneth Paltrow (Marge Sherwood) · Jude Law (Dickie Greenleaf) · Cate Blanchett (Meredith Logue) · Philip Seymour Hoffman (Freddie Miles)
Länge
139 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Krimi

Heimkino

Die Special Edition beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie ein Kurzfeature über den Filmmusikkomponisten.

Verleih DVD
Kinowelt (1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
„Ein Film, der fasziniert und kalt lässt in einem.“ So charakterisierte Theodor Kotulla 1960 in der „Filmkritik“ René Cléments Film „Nur die Sonne war Zeuge“ (fd 9 531), eine Verfilmung des wenige Jahre zuvor entstandenen Romans „The Talented Mr. Ripley“ von Patricia Highsmith. Der Satz kann für die zweite Verfilmung des Stoffes wörtlich übernommen werden. Dabei hat der ebenso begabte wie ehrgeizige Anthony Minghella („Der englische Patient“, fd 32 406) heftig an der Vorlage herummanipuliert. Aus dem vom Wohlleben geblendeten und in Versuchung geführten Mörder und Hochstapler Tom Ripley ist eine tragische Figur geworden, ein an sich selbst und an seiner Homosexualität leidender, sensibler junger Mensch. Doch sieht man Minghellas Film und liest hernach Kotullas 40 Jahre alte Clément-Kritik, so will es scheinen, als hätten all die charakterlichen Veränderungen kaum etwas bewirkt. „Heraus kommt,“ sagte Kotulla, „psychologisches Kammerspiel reinsten Wassers. Davon gerät der erste Teil weitaus bemerkenswerter als die beiden anderen.“ So ist es auch diesmal.

In einem Zeitalter, das hauptsächlich Filme mit vordergründigem Blendwerk zustande bringt, ist man

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