Drama | USA 1998 | 89 Minuten

Regie: Amos Kollek

Die Lebensgeschichte einer drogenabhängigen New Yorker Prostituierten, die von ihrer Mutter als Kind in eine Pflegefamilie gegeben wurde, in der Gewalt zum Alltag gehörte. Als Erwachsene trifft sie die Mutter wieder und stürzt sich in eine emotionale und erotische Beziehung mit ihr. Ein in der Hauptrolle bis zur Selbstaufgabe gespielter Film, der nicht zuletzt durch seine Nähe zur Pornografie den Zuschauer einem Wechselbad der Gefühle aussetzt und ihn mit einem selbstzerstörerischen Leben konfrontiert, dessen Entwicklung trotz aller Konsequenz eher schwer nachvollziehbar ist. Die dokumentarische Authentizität des Films überzeugt jedoch ebenso wie die inszenatorische Umsetzung des Milieus.

Filmdaten

Originaltitel
FIONA
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Amos Kollek
Buch
Amos Kollek
Kamera
Ed Talavera
Musik
Alison Gordy
Schnitt
Jeff Harkavy
Darsteller
Anna Thomson (Fiona) · Felicia Maguire (Anita) · Alyssa Mulhern (Alys) · Anna Grace (Patty) · Bill Dawes (Harvey)
Länge
89 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Drama

Diskussion
Mit „Sue“ (fd 33 299), dem erschütternden Porträt einer in ihrer zerstörten Psyche gefangenen, an ihrer Isolation und Einsamkeit leidenden und schließlich sterbenden jungen New Yorkerin, war der israelische Romancier und Filmemacher Amos Kollek bis an die Grenze des für manchen Zuschauer Erträglichen gegangen. Gleichzeitig hatte er mit Anna Thomson eine kongeniale Schauspielerin gefunden, die sich mit einer geradezu erschreckenden Intensität in die Rolle stürzte, die einen förmlich um die Beschädigung ihres eigenen Seelenlebens bangen ließ. Mit „Fiona“ greift Kollek nun diese Figur einer Verlorenen noch einmal auf, stellt sie allerdings in einen anderen sozialen Kontext: Fiona wird als Baby von ihrer Mutter, einer Prostituierten, ausgesetzt. In einer gewalttätigen Pflegefamilie aufwachsend, landet

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren