Abschied - Brechts letzter Sommer

Biopic | Deutschland 2000 | 93 Minuten

Regie: Jan Schütte

Im August 1956, vier Tage vor seinem Tod, erlebt man den Bertolt Brecht am letzten Urlaubstag im Buckower Landhaus zusammen mit Ehefrau, Ex-Geliebten und seiner Tochter. Während der kranke Dichter, Dramatiker und Playboy unschlüssig ist, was sein Leben und seine Lieben angeht, sind die Frauen untereinander eifer- und streitsüchtig, aber duldsam gegenüber den Launen des Schriftstellers, von dem sie nicht loskommen - wobei das politische Drama des Verrats an dem Reformer Wolfgang Harich fast untergeht. Eine von einem hervorragenden Hauptdarsteller getragene Zustandsbeschreibung mit theatralischen Dialogen, die letztlich weder als Dichterporträt noch als Studie über lebenslange Liebe überzeugt.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2000
Regie
Jan Schütte
Buch
Klaus Pohl
Kamera
Edward Klosinski
Musik
John Cale
Schnitt
Renate Merck
Darsteller
Josef Bierbichler (Bertolt Brecht) · Monica Bleibtreu (Helene Weigel) · Elfriede Irrall (Elisabeth Hauptmann) · Jeanette Hain (Käthe Reichel) · Samuel Fintzi (Wolfgang Harich)
Länge
93 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Genre
Biopic
Diskussion
Still ruht der See mit allem, was zur Idylle dazugehört: Ein Haus mit großem Garten, Hühnern, Hunden, Enten und Vögel. Grün ist die dominante Farbe, die auch die Gefühle der seltsamen Urlauber in dem Landhaus umschreibt. Die Urlauber im August 1956 in Buckow, das sind Bert Brecht - dick, alt, herzkrank - und die seltsame Großfamilie des Dichters: seine Frau Helene Weigel, seine Geliebten und Ex-Geliebten Käthe Reichel, Isot Kilian, Elisabeth Hauptmann und Ruth Berlau, sowie Isots Ehemann Wolfgang Harich und Brechts Tochter Barbara. Aus dieser Konstellation hat der Theaterautor Klaus Pohl eine psychologische Studie gemacht - mit Theaterdialogen, als wolle er Brecht nacheifern. „Ich bin noch keine 60 und sehe fünf Jahre älter aus. Wegen dir“, jammert der 58-jährige Brecht seiner Ex-Geliebten vor, der Schauspielerin Ruth Berlau. Die 50-Jährige kontert eifer

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