A Stranger in the Kingdom

Drama | USA 1997 | 107 Minuten

Regie: Jay Craven

Drei Fremde, eine attraktive Franko-Kanadierin und ein farbiger Pastor mit halbwüchsigem Sohn, geraten in eine abgelegene Kleinstadt und liefern den bigotten Bürgern Gesprächsstoff. Als die Frau ermordet wird, gerät der Geistliche unter Verdacht, doch ein junger Rechtsanwalt, der sich bislang mit der Borniertheit seiner Mitbürger arrangiert hatte, steht ihm zur Seite. Ein bedächtig in Szene gesetzter Film, dessen anfänglich erheiternder Blick auf das Spießertum sich rasch zu kritisch beschriebener Landidylle weitet. Gut gespielt und solide inszeniert, ergibt sich das stimmungsvolle Bild von Engstirnigkeit und Egozentrik einer Hinterweltler-Kleinstadt.
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Filmdaten

Originaltitel
A STRANGER IN THE KINGDOM
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1997
Produktionsfirma
Whiskey Jack Pic./Kingdom County Productions
Regie
Jay Craven
Buch
Jay Craven · Don Bredes
Kamera
Philip Holahan
Musik
The Horse Flies
Schnitt
Elizabeth Schwartz
Darsteller
David Lansbury (Charlie) · Ernie Hudson (Reverend Andrews) · Martin Sheen (Sigurd Moulton) · Jordan Bayne (Claire) · Bill Raymond (Resolved Kinneson)
Länge
107 Minuten
Kinostart
-
Genre
Drama
Externe Links
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Heimkino

Verleih DVD
Splendid/Ascot (FF, DD2.0 engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
In eine von Bigotterie und weltfremder Wunderlichkeit geprägte Kleinstadt kommen drei Menschen, an deren Fremdheit sich das Misstrauen der Einheimischen entzündet: eine attraktive Franko-Kanadierin, die durch die fingierte Kontaktannonce eines der Hinterwäldler angelockt wurde, und ein farbiger Pastor mit seinem halbwüchsigen Sohn. Alle drei setzen sich mehr oder weniger pragmatisch mit der Ablehnung der Städter auseinander, bis die Frau ermordet wird und der Geistliche unter Verdacht gerät. Ein junger Rechtsanwalt, der sich bis dahin mit der Borniertheit seiner Mitbewohner arrangiert hat, kann schließlich die Unschuld des Priesters beweisen. Gut gespielt, bedächtig und stimmungsvoll in Szene gesetzt, zeichnet der Film das nur auf den ersten Blick erheiternde Bild einer von Engstirnigkeit und Egozentrik geprägten Hinterwäldler-Kleinstadt, in der alles vermeintlich Fremde von Anfang an keine Chance hat. Die unspektakuläre Inszenierung lässt die Handlung zunächst etwas träge wirken, ehe durch die Suche nach dem Mörder Spannung aufkommt. Eine solide und bewusst langsam entwickelte Mischung aus Gerichtsfilm und sehr kritisch gezeichneter Landidylle.
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