- | Deutschland 1999 | 91 Minuten

Regie: Uschi Ferstl

Während eines einzigen Tages, der durch die Fahrten eines Münchner Linienbusses strukturiert wird, verbinden sich episodische Geschichten um junge Frauen und Männer auf der Suche nach Zielen, Perspektiven und fixen Punkten für ihr Leben. Ausbruchsutopien stehen neben kleinen Liebesfilmen und ergänzen sich zu plakativen bis kitschigen, klischeehaften bis pubertären Zustandsbeschreibungen, die allenfalls als signalartige Chiffre für Gefühle und Befindlichkeiten einer jungen Generation interessant sind. Das Gemeinschaftsprojekt von sieben Absolventen der Münchner Filmhochschule ist bei allen Schwächen eine eindrucksvolle Visitenkarte für die hervorragenden jungen Darstellerinnen und Darsteller. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1999
Regie
Uschi Ferstl · Florian Gallenberger · Saskia Jell · Vanessa Jopp · Matthias Lehmann
Buch
Uschi Ferstl · Florian Gallenberger · Saskia Jell · Vanessa Jopp · Matthias Lehmann
Kamera
Tomas Erhart
Schnitt
Barbara von Weitershausen
Darsteller
Stefan Maaß (Pattex) · Jochen Nickel (Horst) · Chiara Schoras (Nadja) · Daniel Brühl (Marek) · Anna Thalbach (Rita)
Länge
91 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Dieser „Omnibus-Film“ ist fast schon ein historisches Dokument: Als sich 1999 sieben Regieabsolventinnen und -absolventen der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film zusammentaten, um gemeinsam ein Kinofilmprojekt zu realisieren, da wusste man noch nicht, dass Florian Gallenberger bald danach einen „Oscar“ für den besten Kurzfilm erhalten und Vanessa Joop mit „Vergiss Amerika“ (fd 34 546) einer der herausragenden deutschen Kinofilme des Jahres 2000 gelingen würde. „Honolulu“ sollte wohl eine Art Visitenkarte für alle Beteiligten werden, zugleich das erste konkrete Herantasten an die Kinoform unter realen Bedingungen. Dabei ist das Staffetten-Konzept reizvoll: Ein Regisseur beginnt und inszeniert eine episodische Sequenz, um danach den Stab an den oder die Nächste(n) weiterzugeben. Das technische Team wird nicht gewechselt und garantiert damit eine relative „Gleichbehandlung“, die thematische Verklammerung ist lediglich ein Gefäß, das die diversen Inhalte aufsammelt. Dabei ist „Honolulu“ keine klassische Aneinanderreihung von Kurzfilmen, sondern ein Spielfilm mit kurzen Episoden, wobei bemerkenswert ist, dass sich die Filmemacher demonstrativ und solidarisch hinter das gesamte Werk stellen und, zumindest offiziell, nicht erkennbar wird, wer welche Ep

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