Collateral Damage - Zeit der Vergeltung

- | USA 2001 | 116 Minuten

Regie: Andrew Davis

Ein Feuerwehrmann aus Los Angeles rächt sich an einem südamerikanischen Drogenbaron für den Tod von Frau und Kind, die bei einem Bombenanschlag auf das kolumbianische Generalkonsulat ums Leben kamen. Eindimensionaler Actionfilm vor dem Hintergrund von Drogenhandel und internationalem Terrorismus, der sich nicht um eine Vertiefung der Probleme bemüht, sondern sein Heil in aberwitzigen Wendungen sucht. Nicht mehr als ein Star-Vehikel für Arnold Schwarzenegger, der in seine alten Rollenklischees zurückfällt.

Filmdaten

Originaltitel
COLLATERAL DAMAGE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2001
Regie
Andrew Davis
Buch
David Griffiths · Peter Griffiths
Kamera
Adam Greenberg
Musik
Graeme Revell
Schnitt
Dennis Virkler · Dov Hoenig
Darsteller
Arnold Schwarzenegger (Gordon Brewer) · Elias Koteas (Agent Brandt) · Francesca Neri (Selena) · Cliff Curtis (Claudio "der Wolf" Perrini) · John Leguizamo (Felix)
Länge
116 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und ein Feature mit nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
BMG (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
In ihrer klassischen Ära, als noch niemand ahnte, dass Hollywood dereinst auf die Empfindlichkeiten von Homosexuellen, Schwarzen und Frauen Rücksicht nehmen könnte, unterwarf sich die amerikanische Filmindustrie einer kuriosen Form politischer Korrektheit: Wenn Filmhandlungen jenseits der eigenen Staatsgrenzen spielten, waren die eingeblendeten Ortsbezeichnungen oft auf keiner Landkarte zu finden. Den Bewohnern der utopischen Regionen wurden nie gehörte Fremdsprachen in den Mund gelegt, den Art Directors wurde Ähnliches abverlangt wie unlängst den Designern der Euro-Banknoten: Ihre pittoresken Kulissen sollten stilecht wirken, doch in keinem Land der Erde zu besichtigen sein. Der Zweck dieser absichtlichen Weltfremdheit: Um Absatzschwierigkeiten vorzubeugen, sollten Publikum und Zensurbehörden vor allem der Exportmärkte in Lateinamerika sich in den stereotypen Fremden Hollywoods nicht wieder erkennen. Dass ein Hollywood-Film seine Handlung so unumwunden vor dem Hintergrund eines tagesaktuellen Auslandskonfliktes ansiedelt wie dies „Collateral Damage“, bezogen auf die Lage in Kolumbien, tut, ist nach wie vor unüblich. Indes erwies sich ein anderer, ungewollter Realitätsbezug als Absatzhinder

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