Monster's Ball - Zwei Welten - eine Liebe

Drama | USA 2001 | 112 Minuten

Regie: Marc Forster

Eine schwarze Amerikanerin, deren Mann auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde, verliert kurz darauf ihren Sohn und droht am Leben zu zerbrechen, würde sie nicht von einem verständnisvollen, introvertierten Weißen aufgefangen, der ihr ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt. Was sie lange Zeit nicht ahnt, ist, dass dieser in einem zutiefst rassistischen Umfeld aufwuchs und bis vor kurzem noch die Exekutionen im örtlichen Staatsgefängnis leitete. Ein mutiger, weitgehend überzeugend gespielter und in vielen Details höchst unbequemer Independent-Film, der in seiner verstörenden Handlung viele Fragen aufwirft, die durch die konzentrierte Inszenierung über den Film hinaus verlängert werden. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MONSTER'S BALL
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2001
Regie
Marc Forster
Buch
Milo Addica · Will Rokos
Kamera
Roberto Schaefer
Musik
Chris Beaty · Thad Spencer · Richardo Werbowenko
Schnitt
Matt Chesse
Darsteller
Billy Bob Thornton (Hank Grotowski) · Halle Berry (Letitia Musgrove) · Peter Boyle (Buck) · Heath Ledger (Sonny) · Sean Combs (Lawrence)
Länge
112 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Universum
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Diskussion
Es ist das Wissen um die Ausweglosigkeit, schon bald keine Kraft mehr zu haben, das einen Menschen verzweifeln lässt: über Jahre hinweg hat Letitia ausgehalten und die drohende Exekution ihres Ehemanns Lawrence nicht wahr haben wollen. Trotz der Gewissheit ist der „Tag danach“ schneller vergangen als es die schlanke Frau verkraften kann. Sie klammert sich an die Flasche und prügelt auf ihren Sohn ein, der während der Jahre, in denen sein Vater in der Todeszelle saß, aus dem Strampelanzug heraus und zum unförmigen Fleischkloß herangewachsen ist. Unvorhersehbare Ereignisse aber sind es, die einen Menschen zusammen brechen lassen. Nicht nur die Hoffnung stirbt in Letitia, als sie ihren schwerverletzten Sohn in den Armen hält, der in einer regennassen Nacht von einem Auto angefahren wurde, weil sie weiß, dass hier im amerikanischen Bundesstaat Georgia nie ein Weißer anhalten wird, um einen Schwarzen ins Krankenhaus zu fahren.

Der Weiße, der dann hielt und

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