Halbe Treppe

- | Deutschland 2001 | 111 Minuten

Regie: Andreas Dresen

Zwei befreundete Ehepaare in Frankfurt/Oder reiben sich in ihren beruflichen wie familiären Lebensverhältnissen auf, führen ein unaufgeregtes, aber anstrengendes und nur scheinbar zufrieden stellendes Dasein. Durch ein Liebesverhältnis zerbricht für alle Beteiligten die Routine ihres Daseins. Eine ohne festes Drehbuch realitätsnah improvisierte Alltagsbeschreibung, die ebenso einfühlsam wie zurückhaltend die Balance zwischen Alltagsdrama und exquisiter Komödie hält. Obwohl vieles nur angedeutet oder wie im Vorbeigehen gestreift wird, entfaltet der Film ein hohes Maß an Prägnanz und poetischer Dichte, indem er die unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse schmerzlich zum Bewusstsein bringt. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2001
Regie
Andreas Dresen
Kamera
Michael Hammon
Musik
17 Hippies
Schnitt
Jörg Hauschild
Darsteller
Steffi Kühnert (Ellen Kukowski) · Axel Prahl (Uwe Kukowski) · Thorsten Merten (Chris Düring) · Gabriela Maria Schmeide (Katrin Düring)
Länge
111 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Extras der neu gemasterten VD-/BD-Fassung: »Suche nach der Wirklichkeit«, Dokumentation von Peter Kremski über Andreas Dresen; über die „17 Hippies“; Audiokommentar Andreas Dresen; dt. Untertitel für Gehörlose; Audiodeskription für Sehbehinderte

Verleih DVD
Universal/Pandora (Neufassung 2015)
Verleih Blu-ray
Pandora
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Diskussion
Zwei Ehepaare in Frankfurt/Oder, beide Ende 30, beide ungefähr auf der „halben Treppe“ des Lebens angelangt, also an einem Zeitpunkt, wo man innehält und auf die zurückliegenden Stufen herabblickt, vielleicht auch einmal verschnauft, um sich die nächsten Schritte, die man unternehmen wird, etwas genauer anzusehen. Uwe Kukowski rackert sich rund um die Uhr in seiner Imbissbude ab (die den Namen „Halbe Treppe“ trägt, weil sie auf halber Höhe einer innerstädtischen Betontreppe in einem weißen Kunststoffzelt untergebracht ist), vernachlässigt dabei seine Frau Ellen, die als Parfümfachverkäuferin arbeitet, und die beiden Kinder. In der engen Etagenwohnung in einer ungastlichen Betonsiedlung signalisieren der Wellensittich Hans-Peter, das kleinbürgerliche Wohnzimmerinterieur und der bislang unerfüllte Wunsch nach einer neuen Einbauküche die engen Grenzen des gemeinsamen Daseins. Während Uwe rackert, leidet Ellen zunehmend unter der Lebenssituation, die allenfalls dadurch aufregend wird, dass sich der Wellensittich auf und davon macht. Katrin und Chris Düring sind mit Uwe und Ellen befreundet; man besucht sich ab und zu, sieht gemeinsam Urla

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