Die Reise nach Kafiristan - Aus dem Leben gehen

- | Deutschland/Schweiz/Niederlande 2001 | 105 Minuten

Regie: Fosco Dubini

Mitten im unheilschweren Sommer des Jahres 1939 machen sich zwei ungleiche Frauen von der Schweiz auf die Reise nach Afghanistan. Ihr Ziel ist das legendäre Tal Kafiristan. Doch bevor die Ethnologin Ella Maillart und die Fotografin und Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach ihr Ziel erreichen, werden sie von den Ereignissen in Europa eingeholt und müssen nach Kriegsausbruch ihre Reise abbrechen. Reizvoller biografischer Film, der das äußere Geschehen als Expedition in das jeweilige Innenleben versteht, wobei es ihm nicht immer gelingt, die Gewichtungen von Außen und Innen auszutarieren. Größter Verdienst des Films ist der Hinweis auf das bis heute unterschätzte Lebenswerk Annemarie Schwarzenbachs. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
DIE REISE NACH KAFIRISTAN
Produktionsland
Deutschland/Schweiz/Niederlande
Produktionsjahr
2001
Regie
Fosco Dubini · Donatello Dubini
Buch
Fosco Dubini · Donatello Dubini · Barbara Marx
Kamera
Matthias Kälin
Musik
Orhan Temur · Wolfgang Hamm
Schnitt
Christel Maye
Darsteller
Jeanette Hain (Annemarie Schwarzenbach) · Nina Petri (Ella Maillart) · Katharina Schütz (Ärztin) · Wolfgang Rau (Bibliothekar) · Anika Unterburg (Helferin)
Länge
105 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.

Diskussion
Mitten im unheilschweren Sommer des Jahres 1939 machen sich zwei ungleiche Frauen von der Schweiz auf die Reise nach Afghanistan. Ihr Ziel ist das legendäre Tal Kafiristan, auf der Südseite des Hindukusch, nördlich von Kabul. Bislang hat kaum ein europäischer Reisender seinen Fuß auf dieses Stück Erde gesetzt – was könnte es Verlockenderes geben? Vor Antritt ihrer Expedition kennen sich die Ethnologin Ella Maillart und die Fotografin und Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach nur vage, sie finden zusammen in der Unbändigkeit ihres Fernwehs, im Verlangen auf der Suche nach Wahrheiten jenseits der bis zum Überdruss aufbereiteten, männlich geprägten Schulweisheiten. Kafiristan avanciert für sie zum Synonym für eine vom patriarchalischen Eroberungswahn bislang verschonte Region, zum idealen Bezirk individueller Wunschprojektionen. Aber die Verhältnisse, sie sind nicht so. Bevor Maillart und Schwarzenbach ihr Reiseziel erre

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