Jack Nicholson ist Schmidt

- | USA 2002 | 125 Minuten

Regie: Alexander Payne

Ein 66-jähriger Versicherungsstatistiker wird in den Ruhestand versetzt und sucht nach dem Verlust seiner Arbeit und dem plötzlichen Tod seiner Frau nach dem Sinn seines Lebens. Eine Reise zu Stationen der Kindheit und zur Hochzeit der ihm längst entfremdeten Tochter wird zu einer filmischen und darstellerischen Gratwanderung zwischen Komik und Tragik, Hoffnung und Verzweiflung: die Selbstfindung eines einfachen Menschen, tief verwurzelt in der gesellschaftlichen Realität des amerikanischen Mittelwestens. Der behutsam und mit trockenem Humor inszenierte Film profitiert nicht zuletzt von den schauspielerischen Glanzleistungen. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ABOUT SCHMIDT
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2002
Regie
Alexander Payne
Buch
Alexander Payne · Jim Taylor
Kamera
James Glennon
Musik
Rolfe Kent
Schnitt
Kevin Tent
Darsteller
Jack Nicholson (Warren Schmidt) · Hope Davis (Jeannie Schmidt) · Dermot Mulroney (Randall Hertzel) · Kathy Bates (Roberts Hertzel) · June Squibb (Helen Schmidt)
Länge
125 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Warner (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
„This used to be a fine country. What went wrong?”, fragt Jack Nicholson in „Easy Rider“ (fd 16 524), bevor er umgebracht wird. 34 Jahre später begibt sich Nicholson noch einmal auf die Landstraße. Diesmal nicht mit einem Motorrad, sondern in einem viel zu großen, viel zu teuren Winnebago, den er eigentlich gar nicht haben wollte. Der 66-jährige Versicherungsstatistiker Warren Schmidt, den er spielt, könnte eine Fortschreibung seiner „Easy Rider“-Figur in die Gegenwart des amerikanischen Mittelwestens sein, hätte der Hippie der Protest-und-Drogen-Zeit sie noch erlebt. Auf ihre Weise sind beide Filme Road Movies, und ihre Helden sind in ihrem tiefsten Innern Männer – sehr verschiedenen Alters – auf der Suche nach einer Freiheit und Selbsterfüllung, von der sie nicht einmal wissen, wo und wie sie sie finden könnten. Autor und Regisseur Alexander Payne (eigentlich Papadopoulos, denn er ist griechischer Abstammung) hat die Story eines Romans von Louis Begley aus New York in sein heimatliches Omaha verlegt, dessen Menschenschlag ihm so vertraut ist, dass er auch seine bisherigen Filme dort angesiedelt hatte („Baby Business“, fd 32 913; „Election“, fd 34 421). Aus Begleys schickem Großstadtanwalt ist ein kleiner Provinzangestellter geworden, aber die beherrschenden Themen des Buchs sind unbeschadet vorhanden. Sogar der Romanautor selbst – zunächst verblüfft über

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