Drama | Dänemark/Frankreich/Schweden/Norwegen/Deutschland/Niederlande 2003 | 178 Minuten

Regie: Lars von Trier

Auf der Flucht vor Gangstern taucht eines Tages eine junge Frau in einer kleinen Gemeinde in den Rocky Mountains auf. Nur widerwillig gewährt man ihr Asyl, doch das ihr zugebilligte Leben am Rande der Gemeinschaft muss sie sich mit jeder erdenklichen Art von Verdinglichung erkaufen. Auch der in sie verliebte Mann hält auf Dauer dem sozialen Druck der Mitbewohner nicht stand. Das Auftauchen der Gangster wird für die Geknechtete zum Akt der Erlösung. Dreistündige Theateraufführung, die durch eine faszinierende Kameraarbeit sowie die exzellente Montage die Grenzen des Kinos neu definiert. Erzählt wird eine Passionsgeschichte, die sich nicht nur als Tugendprobe bewährt, sondern zugleich hinter die Larve einer bis ins Mark verrotteten Gesellschaft blicken lässt. (Zweiter Teil der Trilogie: "Manderlay") - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
DOGVILLE
Produktionsland
Dänemark/Frankreich/Schweden/Norwegen/Deutschland/Niederlande
Produktionsjahr
2003
Regie
Lars von Trier
Buch
Lars von Trier
Kamera
Anthony Dod Mantle
Schnitt
Molly Marlene Stensgård
Darsteller
Nicole Kidman (Grace) · Harriet Andersson (Gloria) · Lauren Bacall (Ma Ginger) · Jean-Marc Barr (Der Mann mit dem großen Hut) · Paul Bettany (Tom Edison jr.)
Länge
178 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo
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Diskussion
„Ain’t there one damn song that can make me break down and cry?“ – eine Textzeile aus David Bowies 1975er-Song „Young Americans“, der nach knapp drei Stunden das vorgeführte Geschehen ironisiert, enthistorisiert und in einen größeren Kontext stellt. Lars von Trier hat nach der mit „Dancer in the Dark“ (fd 34 476) abgeschlossenen „Goldherz“-Trilogie mit „Dogville“ den ersten Teil seiner „U, S & A“-Trilogie vorgelegt, der lange wie eine Variante des Vorausgegangenen erscheint, sich dann aber als dessen grausame Kontrafaktur entpuppt. Ort der Handlung ist das abgelegene Dorf Dogville, irgendwo in den Rocky Mountains, dessen Einwohner ein selbstgenügsames, gleichförmiges, aber glückliches Leben führen. Dogville ist ein Modell des Lebens in „Smalltown America“, dem moralischen Herzen des amerikanischen Traums. Hier taucht eines Tages Grace auf, die auf der Flucht vor Gangstern ist. Der junge, idealistisch philosophierende Möchtegern-Schriftsteller Tom Edison bringt sie in Sicherheit und stellt sie der Dorfgemeinschaft vor. Grace darf für einige Tage bleiben und bietet als Gegenleistung ihre Dienste an, was zunächst a

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