Irgendwann in Mexico

- | USA 2002 | 102 Minuten

Regie: Robert Rodriguez

El Mariachi, Robert Rodriguez' mexikanische Pistollero-Figur, wird von ihrer Vergangenheit eingeholt und muss sich gegen undurchsichtige Mächte zur Wehr setzen, die ihn zur Beteiligung an einem Komplott gegen den Präsidenten zwingen wollen. Lustvoll erzähltes Genrekino voller Klischees, Posen und Gewalt, das seine Geschichte zugunsten einer rhythmisch-eleganten Inszenierung auflöst und sich dabei als effekthascherische Zitatensammlung mit einigen Härten selbst genügt. (Vgl. "El Mariachi", 1992)

Filmdaten

Originaltitel
ONCE UPON A TIME IN MEXICO
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2002
Regie
Robert Rodriguez
Buch
Robert Rodriguez
Kamera
Robert Rodriguez
Schnitt
Robert Rodriguez
Darsteller
Antonio Banderas (El Mariachi) · Salma Hayek (Carolina) · Johnny Depp (CIA-Agent Sands) · Rubén Blades (FBI-Agent Jorge) · Eva Mendes (Spezialagentin Ajedrez)
Länge
102 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; f

Heimkino

Die umfangreichen Extras beinhalten u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs sowie ein kommentiertes Feature mit 8 im Film nicht verwendeten Szenen (7 Min.).

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Es gibt gute Gründe, um die Behauptung der Postmoderne, dass alle Geschichten im Kino und anderswo längst erzählt seien, zu widerlegen. Unbestreitbar ist, dass sie Ende der 1980er-Jahre einige sehr fruchtbare Spielereien mit eingefahrenen Erzählschemata ermöglichte und zu einer grundsätzlichen Reflexion narrativer Konventionen zwang. Zu jenen, die das am besten konnten, gehörte der Mexikaner Robert Rodriguez. Schon mit seinem Kurzfilm „Bedhead“ und dem Independent-Hit „El Mariachi“ (fd 30 354) gelang ihm dies mit bescheidenen Mitteln; in dem „Mariachi“-Remake „Desperado“ (31 641) und „From Dusk Til Dawn“ (31 986) trieb er seine Methode auf die Spitze. Von Teilen der Filmkritik als leerer Formalismus abgetan oder der vordergründigen Effekthascherei bezichtigt, sind diese Filme jedoch längst in den Kanon des 1990er-Jahre Kinos aufgenommen, und ihr Regisseur ist kein wilder Außenseiter mehr. Zuletzt erfreute er mit niveauvollen Parodien auf Teenie-Horror („The Faculty“, fd 33 635) oder Spionagefilme („Spy Kids“, fd 35 069), die auch an der Kasse reüssierten. Das kraftvolle Spiel mit Kinomythen, das man

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