Liebe mich, wenn du dich traust

Drama | Frankreich/Belgien 2003 | 93 Minuten

Regie: Yann Samuell

Ein Mann und eine Frau haben sich bereits in Kindertagen gegen die Welt der Erwachsenen verbündet und mit ihren Streichen gegen die autoritären Strukturen rebelliert. Auch als Erwachsene setzen sie ihre Spiele fort, wobei sie nach und nach selbst zu Opfern ihrer Angriffe werden. Dabei bieten ihre Vertrautheit und die unausgesprochene Liebe ideale Angriffsflächen für die Verletzungen des jeweiligen Gegenübers. Eine eindrucksvolle Studie über die Zerstörungskraft einer pervertierten Liebe, die in erbarmungsloser Konsequenz und mit der fantasievollen Wucht eines Arsenals filmischer Mittel durchbuchstabiert wird.

Filmdaten

Originaltitel
JEUX D'ENFANTS
Produktionsland
Frankreich/Belgien
Produktionsjahr
2003
Regie
Yann Samuell
Buch
Yann Samuell · Jacky Cukier
Kamera
Antoine Roch
Musik
Philippe Rombi
Schnitt
Andrea Sedlácková
Darsteller
Guillaume Canet (Julien) · Marion Cotillard (Sophie Kowalski) · Thibault Verhaeghe (8-jähriger Julien) · Joséphine Lebas-Joly (8-jährige Sophie) · Emmanuelle Grönvold (Julien's Mutter)
Länge
93 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Alamode (AL!VE) 1:1.85/16:9/Dolby Digital 5.1/dts
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Diskussion
Einmal will dieser Film sogar ein richtiger Horrorfilm sein. Da haben sich die Spieler gerade auf eine zehnjährige Auszeit „geeinigt“, und Julien beschreibt aus seiner Sicht, was ihm diese Zeitspanne als Vorort- Reihenhaus-Normalität bedeutet: eine Frau, zwei Kinder, drei Freunde, ein fester Job, fünf Wochen Urlaub, haufenweise Konsumgüter, regelmäßiger Geschlechtsverkehr, das Glück eines geregelten Lebens – eigentlich ein Albtraum. „Erwachsen zu sein“, so Julien, bedeute, „dass man zwar 210 km/h fahren könnte, aber nur 60 km/h fährt.“ Dass es auch etwas anders geht, weiß er. Er hat vom forcierten, emphatisch gesteigerten Lebensgefühl gekostet; leitmotivisch durchzieht den Film in diversen Versionen der sehnsüchtige Song „La vie en rose“. Nicht grundlos beschreibt Julien in einer Art Beat-Poem die Wirkung des „reinen Spiels“ als derjenigen von Drogen aller Art, von Sex, George-Lucas-Box-Sets, Emma Peel und selbst der Musik von Jimi Hendrix überlegen.

Mehr als von der Liebe, dem Schmerz und solchen Dingen handelt Yann Samuells Film zunächst von der Lust am Fabulieren und der Logik der Eskalation. Zugleich

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