Horror | USA 1994 | 89 Minuten

Regie: Michael Almereyda

Ins New York der 1990er-Jahre verlegte "Dracula"-Adaption: Ein Preisboxer wird mit den Auswüchsen des Vampirismus vertraut, als sein Onkel wegen missglückter Pfählung eines vermeintlichen Fremden aus dem Gefängnis ausgelöst werden muss. Auf der sinistren Gegenseite spinnt die Tochter des Grafen Dracula ihre Fäden, um sich die Dauerherrschaft ihres Geschlechts zu sichern. Die Independent-Produktion unterläuft alle Erwartungshaltungen, indem sie kaum Action bietet, sondern den vampirischen Innenraum nach außen projiziert. Dazu dienen Anleihen beim Expressionismus, elektronische Verfremdungseffekte, überzeugende Darsteller und eine rauschhafte Inszenierung, die das Dämonische des Genres auf den Punkt bringt.

Filmdaten

Originaltitel
NADJA
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1994
Regie
Michael Almereyda
Buch
Michael Almereyda
Kamera
Jim Denault
Musik
Simon Fisher-Turner
Schnitt
David Leonard
Darsteller
Elina Löwensohn (Nadja) · Galaxy Craze (Lucy) · Nic Ratner (Bar Victim) · Karl Geary (Renfield) · Peter Fonda (Dracula/Dr. Van Helsing)
Länge
89 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16
Genre
Horror

Heimkino

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 1.85:1, DD2.0 dt.)
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Diskussion
Najda lebt in New York, sie ist attraktiv, zumindest dem Anschein nach jung und Vampirin. Damit sind die Gemeinsamkeiten mit ihren filmischen Artverwandten, urbanen Endzeitikonen aber so gut wie aufgebraucht. Wer kurzweilige Action vor einer apokalyptischen Kulisse sucht, sollte die Finger von Independent-Regisseur Michael Almereydas eigenwilligem Kunstwerk in Schwarz-weiß lassen. Sicher, es ist eine Vampirgeschichte, und sogar die kanonischen Figuren tauchen namentlich darin auf: Nadjas Vater, Dracula wurde von Dr. Van Helsing gepfählt. Nadja ent

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