Troja (2004)

Historienfilm | USA 2004 | 162 Minuten

Regie: Wolfgang Petersen

Weil der Trojaner-Prinz Paris die schöne Griechen-Tochter Helena mit sich nimmt, bricht die schwelende Feindschaft zwischen den Völkern erneut auf. König Agamemnon mobilisiert die griechischen Stämme für einen Krieg gegen Troja. Aufwendiges Abenteuer- und Kriegsspektakel nach Homers "Ilias", das die mythologische Götterwelt außen vor lässt und dafür Bezüge zur aktuellen Weltpolitik beansprucht. Durch fehlendes Einfühlungsvermögen und den Mangel an Visionen über die bloße Illustration hinaus lässt der Film aber über weite Strecken kalt. Allein der innere Zwiespalt des Helden Achilles deutet die potenzielle seelische und thematische Dimension des Dramas an. (2007 kam der 36 Minuten längere "Director's Cut" in ausgewählte Kinos.) - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
TROY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Wolfgang Petersen
Buch
David Benioff
Kamera
Roger Pratt
Musik
James Horner
Schnitt
Peter Honess
Darsteller
Brad Pitt (Achilles) · Eric Bana (Hektor) · Orlando Bloom (Paris) · Diane Kruger (Helena) · Brian Cox (Agamemnon)
Länge
162 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f (DVD ab 16)
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Historienfilm

Heimkino

Die DVD-Fassung ist im Gegensatz zur Kinofassung, die wegen der angestrebten FSK-Freigabe "ab 12 Jahren" in den Gewaltspitzen gekürzt ist, ohne Schnitte.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Die Trojaner sind bei den Spartanern zu Gast und feiern mit ihnen den lange ersehnten Frieden. Noch während des Mahles macht Trojaner-Prinz Paris seiner Geliebten, der schönen Helena, den Vorschlag, ihn nach Hause zu begleiten anstatt bei ihrem Mann Menelaos zu bleiben. Dies ist der Anfang des Films – und der Anfang vom Ende Trojas. Am nächsten Morgen segelt das Paar auf der Ägäis gen Osten, und schon drei Tage später stehen die Griechen, verteilt auf tausend Galeeren, geschlossen hinter König Agamemnon, Menelaos’ Bruder, bereit zum Angriff auf Troja.

So einfach kann Geschichte sein und Dichtung dazu. Aus Homers Epos „Ilias“, das die Menschen- und Götterwelt im gegenseitigen Durchdringen und Bekämpfen illustriert bis zum Untergang eines Volkes, destilliert Hollywood ein Eifersuchtsdrama, das sich zum Krieg auswächst, eine Art „Homer light“. Dabei steckten eigentlich, das weiß und zeigt auch Wolfgang Petersen, ganz andere Gründe hinter dem Waffengang: reines Macht- und Rachestreben, ganz so wie hinter dem Irak-Krieg, was Petersen, ein Gegner der aktuellen Washingtoner Machthaber, zu der Annahme verlei

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