Land of Plenty

Drama | Deutschland/USA 2004 | 123 Minuten

Regie: Wim Wenders

Das Leben eines Vietnam-Veteranen in Los Angeles, der unter den Nachwirkungen seines Kriegsdienstes leidet, erhält durch die Begegnung mit seiner 20- jährigen Nichte, die ihn aus seiner Deckung lockt, eine neue Richtung. Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche, wenngleich aus unterschiedlichen Motiven. Wim Wenders wirft einen kritischen und zugleich zärtlichen Blick auf ein in sich zerrissenes Amerika voller Angst und Armut, ein Land, das sich nach dem 9. September 2001 neu orientiert. Sein subtiles, in angemessen spröden Bildern fotografiertes Road Movie ist voller leise Trauer über den Verlust von Werten, den Wandel von Gerechtigkeit in Selbstgerechtigkeit die Verlorenheit von Menschen in einem komplexen System. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LAND OF PLENTY
Produktionsland
Deutschland/USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Wim Wenders
Buch
Wim Wenders · Scott Derrickson
Kamera
Franz Lustig
Schnitt
Moritz Laube
Darsteller
John Diehl (Paul) · Michelle Williams (Lana) · Richard Edson (Jimmy) · Wendell Pierce (Henry) · Shaun Toub (Hassan)
Länge
123 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras beinhalten u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie von ihm kommentierte, für den Film nicht verwendete Szenen.

Verleih DVD
Kinowelt/Arthaus (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
„Wäre ich paranoid, würde mir das wohl verdächtig vorkommen.“ Spricht’s und findet es verdächtig. Wenn es jemals einen Paranoiker gegeben hat, dann Paul. Täglich observiert der Vietnam-Veteran in seinem mit allerlei Überwachungstechnik ausgestatteten Lieferwagen die Straßen von Los Angeles, immer auf der Suche nach einem Turban in der Menschenmenge, stets bereit, das Vaterland vor seinen Feinden im Inneren zu schützen. Man könnte ihn für die personifizierte „homeland security“ halten, dabei ist sein Revier, die Elendsviertel von Los Angeles, zugleich sein Zuhause. Noch immer leidet er unter den Nachwirkungen seines Kriegsdienstes, und seine Pension mag für einige veraltete Geheimdienstutensilien reichen, aber offensichtlich zu nicht viel mehr. Für Paul wäre es leicht, von seinem Land enttäuscht zu sein. Doch dafür liebt er es viel zu sehr.

Den Zwiespalt, den Paul in sich nicht sehen kann, bringt Wim Wenders als seinen eigenen auf die Leinwand

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