The Door in the Floor - Die Tür der Versuchung

Drama | USA 2004 | 111 Minuten

Regie: Tod Williams

Ein Kinderbuchautor und -illustrator hat bei einem Unfall zwei Söhne verloren, ein Verlust, von dem vor allem seine Frau noch sichtlich gezeichnet ist. Über ihren Schmerz vernachlässigt sie die kleine Tochter, die ihre Brüder nie kennen gelernt hat, aber von deren Abbildern gleichfalls besessen scheint. Während sich der Vater als romantischer Bohemien stilisiert, bringt sein neuer jugendlicher Assistent Bewegung in die verfahrene Situation. Gediegen inszeniertes, später abrupt die Tonart und das Genre wechselndes Melodram nach dem Roman "Witwe für ein Jahr" von John Irving. In selbstreflexiven Bezügen, beiläufigen Dialogsätzen und sparsamen visuellen Akzenten entwirft der in der Hauptrolle faszinierend gespielte Film das traurige Bild einer Liebe, die von den langen Schatten einer traumatischen Vergangenheit erdrückt wurde. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE DOOR IN THE FLOOR
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Tod Williams
Buch
Tod Williams
Kamera
Terry Stacey
Musik
Marcelo Zarvos
Schnitt
Affonso Gonçalves
Darsteller
Jeff Bridges (Ted Cole) · Kim Basinger (Marion Cole) · Elle Fanning (Ruth Cole) · Jon Foster (Eddie O'Hare) · Harvey Loomis (Dr. Loomis)
Länge
111 Minuten
Kinostart
21.10.2004
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Universum (1:2.35/16:9/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
Ein populärer Einwand gegen alle Spielarten von Kulturkritik lautet, dass der Kunst, der Literatur oder dem Kino durch nüchterne Analyse alle Geheimnisse ausgetrieben würden. Den Vorwurf braucht man sich im Falle von „The Door in the Floor“ freilich nicht gefallen zu lassen, denn der Film analysiert sich in gewisser Weise fortwährend selbst. So ist sein Titel zugleich Titel einer Prosaminiatur, die der männliche Protagonist, der Kinderbuchautor und -illustrator Ted Cole, verfasst hat und bei einer Dichterlesung zum Besten gibt. Von Verlust und Verdrängung, von Mutterliebe und jugendlicher Neugier handelt diese schaurig-schöne Kurzgeschichte, die sich dezent einiger althergebrachter Metaphern und Symbole bedient. Wo deren Wurzeln in altertümlichen Mythen liegen, und wie diese gemeinhin gedeutet werden, wird alsbald haarklein dargelegt. Gegen Ende des Films läuft Ted nämlich einer jungen Studentin über den Weg, die über seine Kurzgeschichte eine Seminararbeit geschrieben hat und mit wenigen Sätzen jede erdenkliche Bedeutung des kleinen literarischen Werkes ans Licht b

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