Leben tötet mich

Drama | Deutschland/Frankreich 2002 | 86 Minuten

Regie: Jean-Pierre Sinapi

Zwei Brüder marokkanischer Abstammung leiden am Leben und ihren (körperlichen) Unzulänglichkeiten. Erst am Sterbebett des Jüngeren findet der Ältere den Mut, seinen Traum zu verwirklichen und beginnt, seinen Lebensroman zu schreiben. Der in einander überlagernden Rückblenden erzählte Film spiegelt die Hoffnungen und Träume der zweiten Generation nordafrikanischer Zuwanderer und beschreibt das Bemühen, sich in die französische Gesellschaft einzugliedern. Trotz vorgeblich komplizierter Struktur entwickelt sich die Geschichte recht einfach, wobei es dem talentierten Hauptdarsteller obliegt, die widersprüchlichen Charaktere auszuloten. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
VIVRE ME TUE
Produktionsland
Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr
2002
Regie
Jean-Pierre Sinapi
Buch
Jean-Pierre Sinapi · Daniel Tonachella
Kamera
Pierre Aïm
Musik
Louis Sclavis
Schnitt
Catherine Schwartz
Darsteller
Sami Bouajila (Paul Smaïl) · Jalil Lespert (Daniel Smaïl) · Sylvie Testud (Myriam) · Simon Bakinde (Diop) · Roger Ibáñez (Herr Luis)
Länge
86 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs.

Verleih DVD
Salzgeber (FF, DD2.0 dt.)
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Diskussion
„Leben tötet mich.“ Mit diesen Worten soll Pauls erster Roman beginnen. Weiter kommt er nicht. „Leben tötet mich“, damit scheint dem Sohn marokkanischer Eltern, der am Stadtrand von Paris aufwuchs und es trotzt guter Ausbildung nur zum Pizza-Boten gebracht hat, bereits alles gesagt: Die Tragödie der menschlichen Existenz, eingedampft auf einen lakonischen Satz. Paul fühlt sich wie die Hauptfigur seines Lieblingsromans „Moby Dick“, den er Zeile für Zeile auswendig aufsagen kann. Wie Käpt’n Ahab sucht er nach dem Leben und findet es unauflöslich mit dem Tod vermählt. Doch anders als Melvilles Held gibt er deshalb seine Träume auf; statt sich als Schriftsteller zu versuchen, was von Kindheit an sein Wunsch war, bewirbt er sich als leitender Angestellter – ohne Erfolg. Vergeblich quält er sich von Vorstellungsgespräch zu Vorstellungsgespräch, während er Abend für Abend seinen Frust im Boxring abreagiert, ohne ihn wirklich loszuwerd

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