Land of the Dead

Science-Fiction | USA/Kanada 2005 | 93 (DVD (Director's Cut: 93) Minuten

Regie: George A. Romero

In den Städten einer unwirtlichen Zukunft haben betuchte Bürger Schutzzonen errichtet, in denen sie, von einer Hand voll Desperados bewacht und versorgt, dem Wohlleben frönen, während vor den Toren Menschen verschlingende Zombies lauern. Die fragwürdige Sicherheit hat ein Ende, als die Untoten Strategien entwickeln, um in die Schutzzonen einzudringen. Die ambitionierte Independent-Produktion setzt in kompromissloser Splatter-Ästhetik auf Schockeffekte und unterwandert jede Geschmacksgrenze. Auf einer Metaebene greift der Film gesellschaftliche Ängste auf und ist bemüht, durch seine Anti-Utopie die Grenzen des kulturell Ausgeschlossenen auszuloten und unterschwellige Patriotismus- und Kriegslüste zu thematisieren.

Filmdaten

Originaltitel
LAND OF THE DEAD
Produktionsland
USA/Kanada
Produktionsjahr
2005
Regie
George A. Romero
Buch
George A. Romero
Kamera
Miroslaw Baszak
Musik
Reinhold Heil · Johnny Klimek
Schnitt
Michael Doherty
Darsteller
Simon Baker (Riley) · John Leguizamo (Cholo) · Dennis Hopper (Kaufman) · Asia Argento (Slack) · Robert Joy (Charlie)
Länge
93 (DVD (Director's Cut: 93) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; f
Genre
Science-Fiction | Horror

Heimkino

Auf der DVD befindet sich der so genannte "Director's Cut" (93 Min.), der gegenüber der Filmfassung um etwa vier Minuten verlängert wurde. Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs, des Cutters und des Produzenten Peter Grunwald sowie ein Feature mit Storyboards (8 Min.).

Verleih DVD
Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universal (16:9, 2.35:1, dts-HD engl., dts dt.)
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Diskussion
Nach dem vor allem für die Küstenregionen der USA schockierenden Ausgang der Präsidentschaftswahlen im September 2004 scherzten nicht wenige über Emigration. Ironische Internetseiten warben freimütig damit, einen Kanadier zu heiraten. So könnten ausreisewillige US-Amerikaner problemlos das Land verlassen. Denn im Gefolge des Irakkrieges und der Einschränkung ziviler Freiheitsrechte schien die Flucht aus der traumatisierten Neuen Welt eine attraktive Alternative. Dieser zynische Kommentar liegt auch „Land of the Dead“ zugrunde. Hier suchen die Protagonisten einen Ausweg, um dem über die USA hereingebrochenen Schrecken zu entkommen. Die meisten Bürger sind hirntot und haben einen ausgeprägten Hang zum Kannibalismus. Kanada scheint einer der wenigen Fluchtpunkte zu sein, um den lebenden Toten zu entkommen. George A. Romero, der Regisseur dieses politisch ambitionierten Schockers, versuchte bereits in den 1990er-Jahren einen kompromisslosen Zombie-Film zu drehen. Ohne Erfolg. Das Thema war in den Boomzeiten des Internet und der Börsenspekulation nicht angesagt. Die Katastrophe vom 11. September verbannte den Stoff erneut in die Schublade, da die Kinos leicht verdauliches Kontrastprogramm zu den Schreckensbildern der Nachrichten auftischen sollten. Die eskalierenden Spannungen im Irak, dem Farbenspiel des Heimatschutz-Ministeriums zur Anzeige der Terrorgefahr und die permanente Furcht

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