Sommer vorm Balkon

Komödie | Deutschland 2005 | 110 Minuten

Regie: Andreas Dresen

Die Geschichte zweier nicht mehr ganz junger Freundinnen, die mit unterschiedlichem Geschick und allen Lebenserfahrungen und Rückschlägen zum Trotz die Suche nach dem Glück nicht aufgegeben haben. Unaufdringlich vermittelt die rundum stimmige melancholische Komödie über Liebe, Freundschaft, Solidarität, Arbeitslosigkeit und Einsamkeit die angeschnittenen Themen und beweist trotz der nachdenklichen Grundstimmung ein subtiles Gespür für das Komische im Alltag. Überzeugende Darsteller, der fast dokumentarische Anstrich und die kluge Musikauswahl machen den Film zum Erlebnis. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2005
Regie
Andreas Dresen
Buch
Wolfgang Kohlhaase
Kamera
Andreas Hofer
Musik
Pascal Comelade
Schnitt
Jörg Hauschild
Darsteller
Inka Friedrich (Katrin) · Nadja Uhl (Nike) · Andreas Schmidt (Ronald) · Stephanie Schönfeld (Tina) · Christel Peters (Helene)
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Komödie

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Drehbuchautors sowie ein Feature mit 13 im Film nicht verwendeten Szenen (10 Min.).

Verleih DVD
X Verleih/Warner (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
„Und es war Sommer!“ Wenn man Andreas Dresens Film nach einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase (u.a., in diesem Zusammenhang aber besonders wichtig, „Solo Sunny“, fd 22 397) gesehen hat, drängt sich eine Texteröffnung mit Peter Maffay gewissermaßen auf. Denn „Sommer vorm Balkon“ spielt (auch) auf eine fast schon abenteuerliche Weise mit dem die Realität überhöhenden oder zumindest kommentierenden Potenzial des deutschsprachigen Schlagers der 1970er-Jahre, wobei nie als ganz ausgemacht gelten kann, auf welcher Erzählebene des Films die Schlager ihre Funktion zugewiesen bekommen. Der Film ist in der Gegenwart angesiedelt, scheint sich durch die fast zwanghafte Präsenz der Stimmen von Costa Cordalis („Anita“), Marianne Rosenberg („Er gehört zu mir“), Cindy & Bert („Immer wieder Sonntags“) oder auch Hoffmann & Hoffmann („Himbeereis zum Frühstück“) aber der Vergangenheit zu öffnen, da sich durch den Soundtrack ein Riss im erzählten Kontinuum andeutet. Teilweise kommentiert die präzise ausgewählte Musik eine Szene, indem ein ironischer Akzent gesetzt wird, teilweise werden Bewusstseinslagen der Figuren dadurch charakterisiert. Als Grundstruktur, die dem Erzählen den Takt vorgibt, fungiert Nana Mouskouris „Guten Morgen, Sonnenschein!“, ein Song, der jedem morgendlichen Kamerablick über d

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