Rang de Basanti - Die Farbe Safran

- | Indien 2006 | 167 (TV gek.: 132) Minuten

Regie: Rakeysh Omprakash Mehra

Eine junge Engländerin inszeniert mit einer Clique von der Universität Delhi einen historischen Film über einstige Rebellen gegen die britische Kolonialherrschaft. Die jungen Leute, die ziellos in den Tag hinein leben, können sich zunächst nur wenig mit den Filmfiguren identifizieren und finden deren Patriotismus lächerlich, dann aber führt ein tragisches Unglück dazu, dass sie sich auf radikale Weise "politisieren". Irritierendes Jugenddrama, dessen Darstellung einer Außenseiter-Jugendkultur zunächst eher schwach bleibt, sich dann aber doch zu einer Tragödie entwickelt, deren inszenatorischer Wucht man sich nur schwer entziehen kann. (O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
RANG DE BASANTI
Produktionsland
Indien
Produktionsjahr
2006
Regie
Rakeysh Omprakash Mehra
Buch
Rakeysh Omprakash Mehra · Renzil D'Silva
Kamera
Vinod Pradhan
Musik
A.R. Rahman
Darsteller
Aamir Khan (DJ/Chandrashekhar Azad) · Siddharth (Karan/Bhagat Singh) · Sharman Joshi (Sukhi/Rajguru) · Kunal Kapoor (Aslam/Ashfaqullah Khan) · Atul Kulkarni (Laxman Pandey/Ramprasad Bismil)
Länge
167 (TV gek.: 132) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Extras enthalten u.a. ein Feature mit nicht verwendeten Szenen (4:30 Min.).

Verleih DVD
REM (16:9, 2.35:1, DD5.1 Hindi/dt.)
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Diskussion
Bollywood-Filme sind nicht immer Familien-Melodramen, auch wenn dieses Genre hierzulande die Rezeption des indischen Kinos derzeit dominiert. Rakreysh Omprakash Mehra hatte bereits 2001 mit „Aks“ einen Cop-Thriller à la „Face/Off“ (fd 32760) gedreht; sein neuer Film ist nun ein irritierendes Jugenddrama um eine Studentengruppe, die sich zunächst als „Außenseiterbande“ den Anforderungen ihrer Umwelt verweigert und lieber mit Alkohol, schnellen Autos bzw. Motorrädern und Musik ihre Freiheit feiert, um dann umso nachdrücklicher zu einer wirklichen Revolte auszuholen. Vorstellen kann man sich diese Entwicklung in etwa so, als würde sich eine deutsche Musikkomödie der 1950er-Jahre mit dem harmlosen „jungen Wilden“ Peter Kraus in der zweiten Hälfte zum ernsthaft-kritischen Drama mit großem erzählerischen Pathos wandeln, in dem Kraus aus Verzweiflung über den Zustand des Staates eine Vorläufergruppe zur RAF gründet. Indien zur Zei

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