Der Lebensversicherer

- | Deutschland 2006 | 95 Minuten

Regie: Bülent Akinci

Der stupide Alltag eines Versicherungsvertreters, der tagtäglich lustlos seine Autobahn-Kilometer abfährt und Kundengespräche führt, während der er sich nach seiner Familie sehnt, wird zur Metapher für ein zum Stillstand gekommenes Leben, das von Einsamkeit erdrückt zu werden droht. Der reizvolle, kaleidoskopartig und diskontinuierlich strukturierte Film, in dem sich Todes- und Lebenssehnsucht die Waage halten, ist dramaturgisch letztlich zu eingleisig entwickelt, um vertieftes Interesse am Schicksal der Protagonisten wach zu halten. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Bülent Akinci
Buch
Bülent Akinci
Kamera
Henner Besuch
Musik
Wim Mertens
Schnitt
Inge Baz · Inge Schneider
Darsteller
Jens Harzer (Burkhard Wagner) · Marina Galic (Caroline Wagner) · Anna Maria Mühe (Heike) · Christian Blümel (Charlie) · Hussi Kutlucan (Herr Wokalek)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Ein irres Kichern hallt durch das Dunkel nach dem Vorspann. Dann schwacher Lichtschein, seifige Gischt klatscht an ein Autofenster. Dazu rotieren nassschwarze Walzen an den Scheiben. Es ist, als hätte sich ein Riesenschlund aufgetan, um das blecherne Gehäuse zu zermalmen – und den Mann, der darin hockt. Für kindliche Gemüter sind Waschstraßen Geisterbahnen. Hier sitzt das Gespenst im Wagen. Herr Wagner ist ein trauriger Geist, der ständig im Auto unterwegs ist, ein Versicherungsvertreter, noch jung, aber schon schrecklich müde. Er zählt nicht Stunden oder Tage, sondern unterschriebene Formulare: 54 Lebensversicherungs-Policen muss er noch unters Volk bringen, 54 Mal seine Provision einstreichen, damit er sich das ewige Hin und Her als Überholspur-Nomade schenken kann und endlich heimkehren darf zu Frau und Kind. Sie soll seine „Abschiedstournee“ sein, di

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