Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Western | USA 2007 | 156 Minuten

Regie: Andrew Dominik

Die Ermordung des schon zu Lebzeiten zur Legende gewordenen Outlaw Jesse James durch einen seiner Gefolgsleute, der von einem Vertreter der US-Regierung zu Verrat und Mord überredet wurde. Der in kalten, gedeckten Farben eindrucksvoll fotografierte Film rückt den Mörder ins Zentrum und erzählt vom Fan, der auch Star sein möchte, und dessen unerwiderte Liebe sich ins Gegenteil verkehrt. Der Spätwestern entfaltet sich als Drama der Entschleunigung und der Desillusionierung, das der Mediengesellschaft Widerstand entgegensetzt; als lyrische Betrachtung von Star-Ruhm und Glamour betreibt der Film zudem die Entmythisierung der historischen Figur Jesse James und entfaltet dabei selbst mythisches Potenzial. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES BY THE COWARD ROBERT FORD
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2007
Regie
Andrew Dominik
Buch
Andrew Dominik
Kamera
Roger Deakins
Musik
Nick Cave · Warren Ellis
Schnitt
Curtiss Clayton · Dylan Tichenor
Darsteller
Brad Pitt (Jesse James) · Casey Affleck (Robert Ford) · Mary-Louise Parker (Zee James) · Brooklynn Proulx (Mary James) · Dustin Bollinger (Tim James)
Länge
156 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Western

Heimkino

Verleih DVD
Warner (1:2,40/16:9/Deutsch DD 5.1/Engl.)
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Diskussion
Die Geschichte ist auf den ersten Blick schlicht und schon ganz und gar in seinem barocken Titel enthalten. „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ beschreibt mit historischer Akkuratesse fast dokumentarisch die letzten Monate des bereits zu Lebzeiten zum Mythos gewordenen Outlaws Jesse James und den einigermaßen gut belegten, von Legenden umrankten Vorgang seiner Erschießung durch Robert Ford 1882. Ford gehörte zum erweiterten Kreis der James-Bande und ließ sich vom Gouverneur Missouris und dem ausgesetzten Kopfgeld zum Verrat überreden. In heutigen Begriffen war er ein Killer im Regierungsauftrag. Jesse James wurde ermordet, weil er lebend den Politikern zu gefährlich war und sich die Behörden an ihm für jahrzehntelange Demütigungen rächen wollten. Die Essenz des Films aber liegt ganz woanders. Andrew Dominik geht weit über die Nacherzählung des Historischen hinaus: Verführerisch inszenierte Meditation über den Western, die versucht, dieses uramer

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