Der Mann, der niemals lebte

- | USA 2008 | 128 Minuten

Regie: Ridley Scott

Ein CIA-Agent fahndet im Irak nach einer islamistischen Terrorzelle, die für eine durch europäische Großstädte wogende Anschlagswelle verantwortlich ist. In Washington werden seine Bewegungen genau verfolgt, wobei sich die skrupellose Selbstgefälligkeit eines bürokratischen Schreibtischtäters als verwerflicher erweist als die todbringenden Zwänge des Agenten vor Ort. Ridley Scotts fiktionalisierte Darstellung von CIA-Aktivitäten setzt weniger auf äußere Spannung als darauf, die Legitimität jener Mittel zu reflektieren, die im realen Krieg gegen Terror zum Einsatz kommen. Das inszenatorisch wie inhaltlich reizvolle Konzept krankt an der papieren-leblosen Zeichnung der Hauptfigur. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BODY OF LIES
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2008
Regie
Ridley Scott
Buch
William Monahan
Kamera
Alexander Witt
Musik
Marc Streitenfeld
Schnitt
Pietro Scalia
Darsteller
Leonardo DiCaprio (Roger Ferris) · Russell Crowe (Ed Hoffman) · Mark Strong (Hani) · Golshifteh Farahani (Aisha) · Oscar Isaac (Bassam)
Länge
128 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Standardausgabe enthält u.a. einen Audiokommentar mit Regisseur Ridley Scott, Drehbuchautor William Monahan und Autor David Ignatius sowie eine Videoanalyse dreier Sequenzen (23 Min.). Special Edition (2 DVDs) und BD enthalten zudem sechs weitere Videoanalysen (52 Min.), die in der BD auch in den laufenden Film eingespielt werden können. Die Extras umfassen zudem ein kommentiertes Feature mit sechs im Film nicht verwendeten Szenen (14 Min.). Special Edition und BD sind mit dem "Silberling" 2009 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 2.35:1, DTrueHD5.1 engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
Der Autor der literarischen Vorlage zu „Der Mann, der niemals lebte“, David Ignatius, ist hauptberuflich Journalist und war auf die Berichterstattung über die CIA und den Nahen Osten spezialisiert, bevor er prominenter Kolumnist für geopolitische Themen wurde. Daher darf man annehmen, dass seine fiktionalisierte Darstellung von CIA-Aktivitäten im Irak, in Jordanien, Dubai und der Türkei nicht völlig aus der Luft gegriffen ist – was im Umkehrschluss erklären mag, warum die Verfilmung seines jüngsten Romans die Konventionen des zu unrealistischen Extravaganzen neigenden Agentenfilm-Genres unterläuft: Anstatt komplizierte Scharaden vorzuführen, wirft der Protagonist, CIA-Agent Roger Ferris, zur Tarnung schlicht ein traditionelles arabisches Gewand über, als er sich am helllichten Tag und zu Fuß dem abgelegenen Wüstenversteck irakischer Terroristen nähert. Und wenn sich Gelegenheit zu einer ausgedehnten Verfolgungsjagd bieten würde, kürzt Ferris meistens schon im

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