Geliebte Clara

Biopic | Deutschland/Ungarn/Frankreich 2008 | 109 Minuten

Regie: Helma Sanders-Brahms

Die gefeierte Konzertpianistin Clara Schumann lernt Mitte des 19. Jahrhunderts, in der letzten Lebensphase ihres vom Wahnsinn gezeichneten Mannes Robert, das musikalische Wunderkind Johannes Brahms kennen. Die Schumanns nehmen den jungen Komponisten bei sich auf und erleben eine zunächst verhaltene menage à trois, bei der alle um gegenseitige Zuwendungen buhlen. Der Film krankt nicht nur an seiner statischen Kamera, sondern besonders an der Fehlbesetzung des Robert Schumann. Trotz der gewohnt leise und nuanciert agierenden Hauptdarstellerin vermitteln sich so weder nachvollziehbar Gefühle noch Wucht noch Lebensrausch. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Ungarn/Frankreich
Produktionsjahr
2008
Regie
Helma Sanders-Brahms
Buch
Helma Sanders-Brahms
Kamera
Jürgen Jürges
Musik
Clara Schumann · Robert Schumann · Johannes Brahms
Schnitt
Isabelle Devinck
Darsteller
Martina Gedeck (Clara Schumann) · Pascal Greggory (Robert Schumann) · Malik Zidi (Johannes Brahms) · Clara Eichinger (Marie, Tochter) · Marine Annessy (Eugénie, Tochter)
Länge
109 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic
Diskussion
Es grenzt an instinktsichere Vorahnung, dass Isabelle Huppert ihre Rolle der Clara Schumann kurz vor Drehbeginn absagte. Dass Martina Gedeck für sie einsprang, ist verständlich, winkte ihr doch die erste Kostümrolle einer gefeierten Pianistin zwischen zwei genialen Komponisten, eine menage à trois wie aus dem Bilderbuch, mit dem allmählich dem Wahnsinn verfallenden Robert Schumann und dem wilden Wunderkind Johannes Brahms in den Hauptrollen. Es hätte ein Augenschmaus aus dem im Kino viel zu selten schillernden Reich der deutschen Romantik werden können, eine Saga der verhinderten Selbstbehauptung einer Frau, die sich nicht um Konventionen scherte und ihrer Zeit weit voraus war – nur leider zündet in diesem verstimmten Notenfiasko rein gar nichts. Es beginnt mit einer Zugfahrt im Jahr 1850. Da hat Robert Schumann, gerade mal 40, nur noch sechs Jahre zu leben. Seine Ehe mit Clara hat ihre beste Zeit bereits hinter sich. Beide müssen für den Lebensunterhalt der Großfamilie sorgen, sie als eine der wenigen international gefeierten Pianistinnen, er als Komponist und Musikdirektor. In Düsseldorf soll er eine neue Stelle annehmen; die Chance, endlich finanziell abgesich

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