12 Meter ohne Kopf

Piratenfilm | Deutschland 2009 | 102 Minuten

Regie: Sven Taddicken

Der Seeräuber Klaus Störtebeker treibt Ende des 14. Jahrhunderts an der Ost- und Nordseeküste als ein Anführer der Likedeeler sein Unwesen und rebelliert gegen die wirtschaftliche wie administrative Macht der hanseatischen "Pfeffersäcke". Vitales Abenteuerkino mit ebenso komischen wie dramatischen Momenten, das die Störtebeker-Legende fabulierfreudig weiter spinnt und als pralle, konflikt- und ereignisreiche Geschichte der Freundschaft von Störtebeker und seinem Bundesgenossen Gödeke Michels erzählt. Eine atmosphärisch dichte Rebellen-Fantasie mit guten Darstellern, Rock’n’Roll-Musik und einem gegenwartsbezogenen Sprachgebrauch, die als fantasievolle Spekulation über Leben, Denken und Wirken einer Hand voll "Halbstarker" unterhält. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2009
Regie
Sven Taddicken
Buch
Matthias Pacht
Kamera
Daniela Knapp
Musik
Christoph Blaser · Steffen Kahles
Schnitt
Andreas Wodraschke
Darsteller
Ronald Zehrfeld (Klaus Störtebeker) · Matthias Schweighöfer (Gödeke Michels) · Oliver Bröcker (Lupe) · Hinnerk Schönemann (Keule) · Jacob Matschenz (Nolle)
Länge
102 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Piratenfilm

Diskussion
Das Kinoplakat und die damit einhergehende Werbung für „12 Meter ohne Kopf“ verheißt nichts Gutes, allenfalls deutschen Abenteuerklamauk um die legendäre norddeutsche Seeräubergestalt Klaus Störtebeker (geb. um das Jahr 1360), aufbereitet im Stil von „Fluch der Karibik“ (fd 36 113), womöglich noch „gewürzt“ mit Gags und Kalauern im filmischen Brackwasser anderer Trendfilme – quasi „Klausi und die starken Männer“. Doch nichts von alledem erwartet einen, und es wird sich vielleicht sogar als Bumerang für diesen „handfesten“, höchst unterhaltsamen Abenteuerspaß erweisen, dass er das Publikum auf dem falschen Fuß erwischt. Auch hat Sven Taddickens Film absolut nichts mit handelsüblichen Fernsehmehrteilern wie etwa „Störtebeker“ von Miguel Alexandre (2006) zu tun; er meidet vielmehr souverän jedes flache, familienkompatible Pathos einer Piratenfilm-Kopie, ebenso wie vordergründiges, im Computer generiertes (Pseudo-)Hollywood-Flair. Nein, „12 Meter ohne Kopf“ ist eine durch und durch

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