Küss den Frosch

Animation | USA 2009 | 98 Minuten

Regie: Ron Clements

Eine aufstrebende schwarze Kellnerin aus New Orleans träumt in den 1920er-Jahren vom einen Restaurant. Als sie einen verzauberten Prinzen vom Frosch in seine menschliche Gestalt "zurückküssen" will, verwandelt sie sich selbst in einen Frosch. Mit der Hilfe neuer Freunde versucht sie fortan, den Zauber zu brechen. Unterhaltsamer Animationsfilm im klassisch anmutenden 2D-Verfahren, reizvoll auch in der Gestaltung der Musiknummern als Hommage an den Jazz. Der erste Disney-Film mit einer afroamerikanischen Hauptfigur, der auf bekannte Disney-Strickmuster zurückgreift, wirkt bei aller Unterhaltsamkeit eher wie eine Pflichterfüllung im Dienst der "political correctness" ohne allzu großen Charme. - Ab 8.

Filmdaten

Originaltitel
THE PRINCESS AND THE FROG
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2009
Regie
Ron Clements · John Musker
Buch
Ron Clements · John Musker · Greg Erb · Rob Edwards · Jason Oremland
Musik
Randy Newman
Schnitt
Jeff Draheim
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 8.
Genre
Animation

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar der Regisseure und des Produzenten Peter Del Vecho, ein Feature mit fünf im Film nicht verwendeten Szenen (11 Min.). Die BD bietet den Audiokommentar zudem als Bild-im-Bild-Feature mit der Storyboard-Rohfassung des Films. Die Editionen sind mit dem Silberling 2010 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Walt Disney (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Walt Disney (16:9, 1.78:1, dts-HDMA engl., dts dt.)
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Diskussion
Für kleine Frösche haben sie schon in ziemlich viele Wespennester gestochen: Noch bevor Disneys neueste „Cinderella“-Variante fertig gezeichnet war, gab es einen medialen Aufruhr um die Hauptfiguren, wie ihn die indianische „Pocahontas“ (fd 31 616), die chinesische „Mulan“ (fd 33 412) oder der Araber „Aladdin“ (fd 30 525) nicht hervorrufen konnten. Denn die weibliche Heldin des Films sollte anfänglich Maddy heißen, als Zimmermädchen bei wohlhabenden „Weißen“ arbeiten – und das in New Orleans, in dem Hurrikan Katrina 2005 eines der empörendsten Unglücke über die afroamerikanische Gemeinde Amerikas gebracht hatte. Jetzt aber heißt deren erste Vertreterin in der Hauptrolle eines Disney-Films Tiana und spart als Kellnerin jeden Cent Trinkgeld, um sich ihren Wunsch eines eigenen Restaurants im New Orleans der 1920er-Jahre zu erfüllen. Dieses uramerikanische Ideal der „Vom Tellerwäscher zum

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