Blind Side - Die große Chance

Tragikomödie | USA 2009 | 128 Minuten

Regie: John Lee Hancock

Eine gut betuchte Mutter nimmt einen aus armen Verhältnissen stammenden schwarzen Teenager bei sich auf. Der sanftmütige Junge wird bald zum Teil der Familie und entpuppt sich als begabter Football-Spieler. Obwohl an der Oberfläche eine optimistische Geschichte von der Überwindung der Rassen- und Klassenschranken im Geist der Nächstenliebe, unterminiert der Film seine Glaubwürdigkeit durch das rückhaltlose Bedienen rassistischer Stereotypen, die den afroamerikanischen Protagonisten zum Objekt degradieren. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
THE BLIND SIDE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2009
Regie
John Lee Hancock
Buch
John Lee Hancock
Kamera
Alar Kivilo
Musik
Carter Burwell
Schnitt
Mark Livolsi
Darsteller
Sandra Bullock (Leigh Anne Tuohy) · Tim McGraw (Sean Tuohy) · Quinton Aaron (Michael Oher) · Jae Head (SJ Tuohy) · Lily Collins (Collins Tuohy)
Länge
128 Minuten
Kinostart
25.03.2010
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Tragikomödie

Heimkino

Die Extras der DVD umfassen u.a. ein Feature mit vier im Film nicht verwendeten Szenen (7 Min.). Die Extras der umfangreicheren BD enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache.

Verleih DVD
Warner (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 1.78:1, dts-HDMA engl, DD5.1 dt..)
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Diskussion
Dass „Blind Side“ hierzulande nahezu zeitgleich mit dem thematisch ähnlich gelagerten Film „Precious“ (vgl. Kritik S. 53) in die Kinos kommt, wird dem mit Sandra Bullock besetzten Film, der in den USA sehr erfolgreich in den Kinos lief, kommerziell kaum schaden. Im Vergleich beider Filme aber zeigt sich umso augenfälliger die latente Menschenverachtung, die „Blind Side“ so widerwärtig macht. In beiden Filmen geht es um überproportionierte afroamerikanische Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen, die mit Hilfe des Einsatzes engagierter Erwachsener aus bürgerlichem Milieu neue Perspektiven entwickeln. Während die Titelfigur in dem krassen, sozialrealistischen und darin höchst provozierenden „Precious“ jedoch Subjekt ihrer Geschichte bleibt und trotz extremer Körpermaße und einer Missbrauchsgeschichte mit Würde dargestellt wird, erinnert die Darstellung des männlichen Teenagers in dem zwischen Komödie

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