Portraits deutscher Alkoholiker

Dokumentarfilm | Deutschland 2010 | 81 Minuten

Regie: Carolin Schmitz

Lebensgeschichten und Überlebensstrategien von Anwälten, Beamten, Hausfrauen, Geschäftsführern oder Müttern, die Alkoholiker sind. Der Dokumentarfilm lässt sie aus dem Off über ihre Erfahrungen berichten, je nach Temperament und Bildungsgrad eloquent, lakonisch und nicht ohne Humor. Die Bildebene versammelt dazu ausgesucht schöne Impressionen von Orten, an denen sich das gesellschaftliche Leben in Deutschland abspielt. Die kluge Annäherung an das Phänomen lässt viel Raum für eigene Assoziationen. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2010
Regie
Carolin Schmitz
Buch
Carolin Schmitz
Kamera
Olaf Hirschberg
Schnitt
Stefan Oliveira-Pita
Länge
81 Minuten
Kinostart
28.07.2011
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Diskussion
Sechs Menschen (drei Männer, drei Frauen) erzählen von ihrer Sucht. Je nach Temperament und Bildungsgrad durchaus eloquent, lakonisch, reflektiert und nicht ohne Humor und Selbstironie. Sie suchen nicht nach Erklärungen, sondern beschreiben, mit welchen Strategien und Tricks sie versucht haben, die Sucht erfolgreich, also folgenlos in ihren Familien- und Berufsalltag zu integrieren. Mit welchen rhetorischen und logischen Kniffen sie sich die Sucht selbst schön redeten, bis ein Punkt erreicht war, an dem das dann nicht länger funktionierte. Einmal, zu Beginn des Films, heißt es sehr treffend: „Ich habe gesoffen und überlegt, welche Probleme ich habe. Mir fielen keine Probleme ein. Wenn ich keine Probleme habe, bin ich kein Alkoholiker. Und wenn ich kein Alkoholiker bin, kann ich so viel saufen wie ich wi

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