Maos letzter Tänzer

Biopic | Australien 2009 | 121 Minuten

Regie: Bruce Beresford

Verfilmung der Autobiografie des chinesischen Balletttänzers Li Cunxin, der in den 1980er-Jahren in Amerika Karriere machte. Der Film konfrontiert Lis erste Schritte in den USA mit Erinnerungen an die ärmliche Kindheit in China sowie an die negativen Erfahrungen mit dem ideologischen Kunstverständnis an der Pekinger Tanzakademie. Als die chinesische Regierung Li wieder in die Volksrepublik zurück schicken will, steht der Tänzer vor einer schweren Entscheidung. Das lauwarme Melodram meidet jede substanzielle Auseinandersetzung mit der Verschlingung von Kunst, politischer Ideologie und persönlicher Identität. Konturlose Figuren und eine Regie, die Schmerzhaftes und Dramatisches zugunsten von Rührung und Harmonie herunter spielt, rauben dem Film die Spannung. (Teils O.m.d.U.) - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MAO'S LAST DANCER
Produktionsland
Australien
Produktionsjahr
2009
Regie
Bruce Beresford
Buch
Jan Sardi
Kamera
Peter James
Musik
Christopher Gordon
Schnitt
Mark Warner
Darsteller
Chi Cao (Li Cunxin als Erwachsener) · Chengwu Guo (Li Cunxin als Teenager) · Wen Bin Huang (Li Cunxin als Kind) · Bruce Greenwood (Ben Stevenson) · Kyle MacLachlan (Charles Foster)
Länge
121 Minuten
Kinostart
04.11.2010
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Melodram

Diskussion
Die Kunst als universale Sprache, mit der Feindschaften überwunden und Brücken über politische und kulturelle Unterschiede hinweg gebaut werden können, feierte Regisseur Bruce Beresford bereits in „Paradise Road“ (fd 32 843). Darin ging es um die verbürgten Erlebnisse westlicher Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs in japanische Gefangenschaft geraten und im Lager einen Chor gründen, dessen Musik die Herzen ihrer Peiniger erweicht. Auch Beresfords neuer Film greift eine reale Biografie auf, würdigt die Kunst – diesmal das Ballett – als humanistische Kraft und lässt West und (Fern-)Ost kollidieren. Das Ergebnis ist ähnlich wie in „Paradise Road“: auf ganzer Linie enttäuschend. Obwohl der Stoff, den Drehbuchautor Jan Sardi und Beresford aufgreifen, die Biografie des Tänzers Li Cunxin, eigentlich genug dramatisches Material für mehr als einen Spielf

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