Abenteuer | USA/Großbritannien 2010 | 93 Minuten

Regie: Danny Boyle

Ein junger, unbekümmerter Bergwanderer fällt in eine enge Felsspalte und wird von einem herabstürzenden Felsbrocken förmlich an die Wand genagelt. Die Inszenierung verwandelt die Stunden des Eingeschlossenseins in ein filmisch virtuoses Stress-Abenteuer in der hinreißend schönen und brutalen Landschaft der Canyons von Utah, das mehr durch seine atemlose Technik als durch gedanklichen Tiefgang beeindruckt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
127 HOURS
Produktionsland
USA/Großbritannien
Produktionsjahr
2010
Regie
Danny Boyle
Buch
Danny Boyle · Simon Beaufoy
Kamera
Anthony Dod Mantle
Musik
A.R. Rahman
Schnitt
Jon Harris
Darsteller
James Franco (Aron Ralston) · Amber Tamblyn (Megan) · Kate Mara (Kristi) · Clémence Poésy (Rana) · Kate Burton (Arons Mutter)
Länge
93 Minuten
Kinostart
17.02.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Abenteuer

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Im Gegensatz dazu enthält die umfangreiche Edition mit BD & DVD (eine Verpackung) u.a. einen Audiokommentar mit Regsisseur Danny Boyle, Produzent Christian Colson und Co-Autor Simon Beaufoy. Zudem enthält diese Edition (wie auch die BD-Leihversion) u.a. ein Feature mit sieben im Film nicht verwendeten Szenen, plus einem alternativen Filmende (35 Min.), ein ausführliches "Making Of" (35 Min.) sowie den Kurzfilm "God of Love" (19 Min.) von Regisseur Luke Matheny.

Verleih DVD
Fox (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl., dts dt.)
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Diskussion
Kann Statik filmisch sein? Lässt sich aus einem Nichts an „Handlung“ ein abendfüllender Film machen? Kann die Extremsituation eines Menschen in nahezu totaler Bewegungslosigkeit zum Gegenstand eines ekstatischen Films werden? Danny Boyle, der mit seinem von Kritik und Publikum begeistert aufgenommenen Film „Slumdog Millionaire“ (fd 39 177) Karriere machte, bejaht nicht nur alle diese Fragen, sondern hat sich mit „127 Hours“ anheischig gemacht, sie für den ewigen Skeptiker zu beantworten. Im Verlauf der Filmgeschichte hat es andere Versuche gegeben, statische Situationen in bewegte und bewegende filmische Erzählungen zu verwandeln, etwa Dalton Trumbos „Johnny zieht in den Krieg“ (fd 18 211) und aus jüngerer Zeit Julian Schnabels „Schmetterling und Taucherglocke“ (fd 38 648). Doch „127 Hours“ kommt aus einer ganz anderen geistigen Disposition und verfolgt eigentlich nur ein Ziel: das Adrenalin des Zuschauers auf Hochtouren zu pumpen, obwohl in der Situation, die der Film beschreibt, die Zeit stillzuste

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