Drama | Australien/Frankreich/Deutschland/Italien 2010 | 100 Minuten

Regie: Julie Bertuccelli

Als ein Familienvater unerwartet stirbt, stellen sich Mutter und Kinder auf je eigene Weise ihrer Trauer. Eine der Töchter entwickelt ein intensives Verhältnis zu jenem Baum, an dem der Wagen des Vaters verunglückte. Als sich die Mutter wieder dem Leben sowie einem neuen Mann zuzuwenden beginnt, entwickelt die Natur ein bedrohliches Eigenleben. Eine bildgewaltige Reflexion an den Grenzbereichen menschlicher Existenz. Die zunächst stimmige und berührende Geschichte um die Trauerarbeit einer Familie wird dabei von dem ausufernden Naturmystizismus zunehmend erdrückt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE TREE
Produktionsland
Australien/Frankreich/Deutschland/Italien
Produktionsjahr
2010
Regie
Julie Bertuccelli
Buch
Julie Bertuccelli
Kamera
Nigel Bluck
Musik
Grégoire Hetzel
Schnitt
François Gédigier
Darsteller
Charlotte Gainsbourg (Dawn O'Neil) · Morgana Davies (Simone O'Neil) · Marton Csokas (George Elrick) · Christian Byers (Tim O'Neil) · Tom Russell (Lou O'Neil)
Länge
100 Minuten
Kinostart
03.03.2011
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Pandora (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
„Our Father, Who Art in the Trees“, heißt die von der australischen Autorin Judy Pascoe geschriebene Romanvorlage – ein Titel, der bereits mit der Doppelbedeutung von Vater/Gott die jenseitige Dimension der Geschichte andeutet. Julie Bertucelli erzählt in ihrem Film von einem plötzlichen Verlust. Peter, Ehemann und Vater von vier Kindern, erliegt auf der Heimfahrt einem Herzinfarkt. Mit seinem Auto fährt er direkt in den neben dem Haus stehenden mächtigen Feigenbaum hinein. Der Alltag der Familie bricht zusammen. Dawn, die Ehefrau und Mutter, zieht sich vor Trauer gelähmt in ihr abgedunkeltes Schlafzimmer zurück und „funktioniert“ nicht mehr, die Kinder versuchen, allein zurechtzukommen. Die achtjährige Tochter Simone findet ihren Trost in dem Feigenbaum, verlagert ihre Trauerarbeit ganz in das naturhafte Gegenüber,

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